Und tatsächlich: Die Dame stellt dem Städtchen die unglaubliche Summe von einer Milliarde in Aussicht. Allerdings unter einer Bedingung: Alfred Ill muss sterben. Sie fordert damit Gerechtigkeit für ein zurückliegendes Vergehen. Der Bürgermeister lehnt das Angebot im Namen der Gemeinde entrüstet ab. Doch nach und nach bröckeln die moralischen Bedenken. Die Güllener beginnen, immer mehr zu konsumieren. Die Verschuldung steigt und steigt, aber irgendjemand wird sich schon die Hände schmutzig machen...
1956 gelang Dürrenmatt mit der Uraufführung von Der Besuch der alten Dame der Durchbruch, und das Stück eroberte die Bühnen der Welt. Entstanden in der Zeit des deutschen Wirtschaftswunders ist die tragische Komödie bis heute eine zeitlose Parabel auf die kollektive Verführung durch die Macht des Geldes.


