In der Weimarer Republik das vielleicht erfolgreichste Bühnenstück nach der »Dreigroschenoper«, wurde diese rasante Gangsterkomödie ab 1933 von den Nazis gebrandmarkt und verboten. Der erst 27-jährige Ernst Krenek bildete in seiner »Zeitoper« die seinerzeitige Moderne ab und protestierte gleichzeitig gegen sie. Dafür nutzte er Jazz, Foxtrott und Tango, temporeiche Szenenwechsel und spektakuläre Schauplätze.
Regisseur Peter Lund verknüpft in seiner Neuinszenierung die »expressionistische« Kunstwelt mit der amerikanischen Unterhaltungskultur, die in den späten 1920er Jahren Einzug ins europäische Kulturleben hielt, und der konkreten politischen Situation zum Zeitpunkt der skandalumtosten Münchner Erstaufführung von 1928.
»Jonny spielt auf«
Oper von Ernst Krenek
In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln


