„Humane Methods [∑xhale]“ ist eine poetische Reflexion über Gewalt in algorithmischen Gesellschaften, die ohne Worte auskommt. Diese Gewaltstruktur ist sichtbar und unsichtbar zugleich. Menschen geben Anweisungen, Algorithmen wiederholen, Lebendiges leidet, Kapital vermehrt sich. Doch Achtung – in diesem komplexen Beziehungsgeflecht sind Menschen nicht die einzigen Akteur*innen: die eigens geschaffene KI namens <dmb> ist Mit-Erschaffer*in dieser Welt.
Ist „Humane Methods [∑xhale]“ Tanz, Performance oder eine biotechnologische Installation? Vermutlich alles zusammen. Das Stück ist als eine sich entwickelnde Folge von sechs Episoden angelegt. Inmitten eines sie umströmenden Ökosystems hat das Publikum die Wahl, nur eine Vorstellung zu besuchen oder den Werkkörper in seiner Gesamtheit zu erleben.
„Humane Methods [∑xhale]“
Eine interaktive Autopsie menschlicher Gewalt
von Fronte Vacuo://Marco Donnaruma
UNTIL THE DOOM
Artist Talk mit Fronte Vacuo
Auch wenn ihre Performances ohne Worte auskommen: Die Mitglieder von Fronte Vacuo sind leidenschaftliche Sprecher*innen. Anlässlich der Wien-Premiere von [∑xhale] lassen sie ihr Publikum in der Roten Bar tief in die Welt ihrer HUMANE METHODS-Saga einblicken – eine ästhetische Recherche zur Frage, wie eine Synthese aus Künstlicher Intelligenz, Symbolen, Bewegungen und Musik, posthumane Rituale der Empathie entstehen lassen kann.


