Ganz schön viel Druck, der da auf den kommenden Generationen lastet: Die Zukunft sein, aber gleichzeitig nicht stören und sich anpassen. Ganz schön viel Druck, der da auf den Eltern lastet: Die Zukunft zukunftsfähig heranziehen und dabei gleichzeitig die totale Selbsterfüllung und wahnsinniges Eltern-Glück zu empfinden. Ganz schön viel Druck, der da auf Menschen lastet, die keine Kinder bekommen können oder wollen… Nicht in der Lage, die Zukunft zu schaffen – da stimmt doch was nicht. Die Zukunft nicht schaffen wollen – da stimmt doch was nicht.
Die nächste Generation bleibt in Kinderkriegen unsichtbar, stattdessen schubsen sich der Spätberufene, die Oma, die alte Mutter, die Rabenmutter, der Bundestagsabgeordnete, der Engagierte und die Kinderlose in den Ring der Verurteilung.
In einem satirischen Horror-Trip verarbeitet Kinderkriegen den gesellschaftlichen Druck, der auf allen Menschen – insbesondere Frauen – lastet, sich zum Thema Kinderkriegen und Kinderhaben zu verhalten und die Bilder der Gesellschaft zu erfüllen.


