Horváths Stück, geschrieben Ende der 20er Jahre in der Zeit der Wirtschaftskrise und katastrophaler Arbeitslosigkeit, ist ein Schlüsselwerk des modernen Dramas und der von Horváth selbst begründeten Tradition des modernen Volksstückes. Erich Kästner nennt Geschichten aus dem Wiener Wald „ein Wiener Volksstück gegen das Wiener Volksstück“. Lakonisch demaskiert Horváth das Klischee von der Wiener Gemütlichkeit und stellt unter Verwendung ihrer Stereotypen deren Verlogenheit zur Schau. Und in der Luft ist ein Klingen und Singen – als verklänge irgendwo immer wieder der Walzer Geschichten aus dem Wienerwald von Johann Strauss.
Inszenierung Stephanie Mohr
Bühne Florian Parbs
Kostüme Nini von Selzam
Musik Stefan Lasko
Dramaturgie Andreas Erdmann


