Eléazars Tochter Rachel verbindet eine geheime Liebe zu dem jüdischen Maler Samuel, der sich als der christliche Reichsfürst Léopold entpuppt. Léopold ist mit Eudoxie, der Nichte des Kaisers, verheiratet. Eine verhängnisvolle Verkettung von Umständen führt dazu, dass Brognis Grausamkeit zu Eléazars Rache werden kann ...
Eine Oper über Fanatismus und religiöse Intoleranz, über gesellschaftliche und persönliche Ausschlussmechanismen, die in ihrer Schonungslosigkeit heute mindestens so beeindrucken und verstören kann, wie bei ihrer Uraufführung in Paris 1835. »Ich bin ganz hingerissen von diesem wundervollen, großartigen Werke und zähle es zu dem Höchsten, was je geschaffen worden ist.« Kein Geringerer als Gustav Mahler lobte »Die Jüdin« auf so enthusiastische Weise, und selbst der eingefleischte Antisemit Richard Wagner zollte Halévys Grand Opéra begeistert Respekt.
Höchste Zeit also, dass dieses musikalisch wie thematisch relevante Werk nach neun Jahrzehnten endlich zurück auf die Bühne findet.


