Was ist schiefgegangen? Warum ist der Mensch anscheinend nicht in der Lage, das Richtige zu tun? Was geschieht, wenn sich der menschliche Teil der Schöpfung dem Ende zuneigt? Gehen die Kultur, die Zivilisation oder das Leben an sich zu Grunde? Wer oder was überlebt, verwandelt sich, passt sich an? Gibt es Hoffnung?
Staatsintendant André Bücker widmet sich der menschengemachten Apokalypse im Rahmen eines szenischen Oratoriums mit einer spartenübergreifenden Besetzung aus Sänger:innen, Tänzer:innen und Schauspieler:innen. Musikalisch schreibt „Das Ende der Schöpfung“ klassische Traditionslinien in die Moderne fort. Texte, Musik und Tanz verbinden sich zu einem komplexen Gesamtkunstwerk.
Der visionäre Science-Fiction-Autor Dietmar Dath hat die Rezitative in Haydns großem Oratorium „Die Schöpfung“ in Szenen für Schauspieler:innen verwandelt. Seine Figuren befragen hintersinnig den Akt der Schöpfung als kreativen Prozess zwischen Aneignung und Zerstörung und damit auch sich selbst. Der dritte Teil der Original-„Schöpfung“ ist durch eine Neukomposition von Bernhard Lang ersetzt, der zu André Bückers Libretto einen schonungslosen Blick auf den Zustand des Anthropozäns und die Zukunft der Menschheit wirft.


