Erst als Kelvin selbst auf der Station Besuch von einer Frau aus seiner Vergangenheit erhält, versteht er, was die beiden so aufwühlt. Der Ozean, ein organisches Wesen, das den ganzen Planeten Solaris bedeckt, scheint auf unvorstellbare Weise mit ihnen zu kommunizieren. Was bedeutet das? Wie verhält man sich, wenn Kontakt zu einem nicht-menschlichen Wesen entsteht, dieser aber nicht entschlüsselbar ist?
Regisseurin Blanka Rádóczy wagt sich in diesem Stück an die Grenzen des Bekannten und Vertrauten. Sie zeigt den Science-Fiction Stoff als atmosphärische Begegnung zwischen dem Menschen und dem, was er nicht ergründen kann. Im Spiel mit der Wahrnehmung von Ich, Zeit und Raum erkundet sie mit ihrem Team und den Darsteller*innen jene Bereiche der menschlichen Existenz, in denen das Unerklärliche unseres Wollens, Denkens und Fühlens spürbar ist. Die Gewinnerin des Publikumspreises beim Körberstudio 2017 inszeniert die Weltraumforscher als Suchende und Heimgesuchte.


