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Gabriel

Uraufführung/Premiere am 14. April 2022
George Sands Stück erzählt die bewegende Geschichte von Gabriel, einem Teenager im Italien der Renaissance, der entdeckt, dass er biologisch eine Frau ist. Die Suche nach der eigenen Identität und der Kampf gegen traditionelle Geschlechterrollen führen zu einem tragischen Ende.
© Felix Grünschloß

Gabriel, der alles verkörpert, was einen sportlichen, adeligen, intelligenten und bisweilen etwas arroganten Teenager im Italien der Renaissance zum Mann macht, erfährt, dass er biologisch eine Frau ist. Sein Großvater ließ ihn als Mann erziehen, um den direkten männlichen Erben der Familie auszustechen. Nun, da er Sorge haben muss, dass der Sprössling Interesse am anderen Geschlecht entwickelt, sagt er ihm die Wahrheit, um ihn zu ewiger Keuschheit zu zwingen. Das dunkle Geheimnis soll nicht auffliegen. Gabriels Versuch, die Hoheit über die Familiengeschichte und ihre beziehungsweise seine Identität wiederzugewinnen, endet tragisch.

Die Autorin hat mit Gabriel eine sensible Figur geschaffen, die sich von einengenden Geschlechterrollen und strikten Familientraditionen zu befreien versucht – und daran zugrunde geht. Die slowakische Regisseurin Sláva Daubnerová inszenierte in Karlsruhe zuletzt Am Königsweg als bildstarken Kampf einer Künstlerin gegen ihr Verstummen angesichts der brutalen politischen Realität.

Deutsch von Yasmine Salimi

Mitwirkende

Gunnar Schmidt(Schauspieler/in)
Swana Rode(Schauspieler/in)
André Wagner(Schauspieler/in)
Jens Koch(Schauspieler/in)
Andrej Agranovski(Schauspieler/in)
Ute Baggeröhr(Schauspieler/in)
Felix Kusser(Komponist/in)
Milan Tomášik(Choreografie)
Annette Bauer(Choreografie)
Christoph Pöschko(Lichtdesign)
Anna Haas(Dramaturgie)
Benedict Kömpf-Albrecht(Bühnentechnik)

Spielzeiten

Donnerstag, 14. April 2022 (Premiere / Uraufführung)

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