Theaterkompass.de Logo

Ostertanztage

Uraufführung/Premiere am 16. April 2022
Die OsterTanzTage sind zu einem Aushängeschild geworden und aus dem kulturellen Leben Hannovers nicht mehr wegzudenken. Gastspiele renommierter Tanzcompagnien bringen zeitgenössischen Tanz aus aller Welt nach Hannover.
© Ralf Mohr

Das Staatsballett Hannover zeigt im Rahmen der OsterTanzTage eine Vorstellung des Ballettabends Wir sagen uns Dunkles mit Choreografien von Jiří Kylián, Sol León & Paul Lightfoot und Marco Goecke. In einem digitalen Begleitprogramm mit Workshops für Jung und Alt kann das Publikum selbst tanzend aktiv werden.

Compagnia Naturalis Labor (Italien) präsentiert Piazzolla Tango / En tus ojos. Choreografie von Luciano Padovani. Die Compagnia Naturalis Labor wurde 1988 von Luciano Padovani und Francesca Mosele gegründet. Anlässlich des 100. Geburtstags des Komponisten Astor Piazzolla kreierte Padovani mit seinem Ensemble ein Werk, welches von Piazzolla und seiner Musik erzählt. Zeitgenössischer Tanz und Tango verschmelzen darin zu einer einzigen Sprache. Padovanis Fantasie geht über die gewohnte Technik und Leidenschaft des Tangos hinaus und widmet sich feinfühlig der Künstlerpersönlichkeit Piazzollas. Er zeichnet das Lebensbild eines ruhelosen Komponisten, der von der irrealen Welt seiner inneren Musik aufgesogen wird – ein Mann, überwältigt von seiner Obsession, den Noten, erfüllt vom Wunsch, vor sich selbst zu fliehen.

Faso Danse Théâtre (Belgien) zeigt Wakatt. Choreografie von Serge Aimé Coulibaly. Serge Aimé Coulibaly, Tänzer und Choreograf aus Burkina Faso, gründete im Jahr 2002 seine eigene Company – das Faso Danse Théâtre. Seither wird die Compagnie immer wieder eingeladen, ihre Produktionen auf Festivals in Afrika und Europa zu präsentieren. "Wakatt“ ist ein Wort arabischen Ursprungs, das in Dioula, der Muttersprache von Serge Aimé Coulibaly, „unsere Ära" bedeutet. Der Titel spiegelt die politische Dualität wider, die der Choreograf sowohl in seiner Geburtsstadt Bobo-Diolasso als auch in Brüssel, seiner Wahlheimat, erlebte. Mit zehn Tänzer:innen und dem Komponisten „Magic Malik“ wirft Coulibaly ein sensibles Licht auf die schmutzigen Realitäten von heute. Die Choreografie erforscht die Dynamik von Angst und Manipulation, aber auch die von Begehren, Schönheit und Hoffnung.

Das Staatsballett Hannover führt Wir sagen uns Dunkles auf. Choreografien von Jiří Kylián, Sol León & Paul Lightfoot und Marco Goecke vereinen vier prägende Persönlichkeiten des zeitgenössischen Tanzes und ihre jeweilige künstlerische Auseinandersetzung mit dem Verborgenen. Es geht um Schattenseiten, Zwielichtbereiche, aber auch um eine große Portion Humor und Waghalsigkeit.

Dresden Frankfurt Dance Company präsentiert Alter Ego. Choreografie von Jacopo Godani. Die Dresden Frankfurt Dance Company ist ein Ensemble für zeitgenössisches Ballett auf höchstem Niveau unter der künstlerischen Leitung von Jacopo Godani. Der unverwechselbare Stil verbindet auf einzigartige Weise traditionelles Erbe und zeitgenössisches Denken. Alter Ego, die fantasievolle Neudeutung des eigenen Ichs, beschäftigt die Company bereits seit geraumer Zeit: Die Auseinandersetzung mit dem deutschen expressionistischen Film der 1920er Jahre rückt nun ins Zentrum. Jacopo Godani sucht die starken, überzogenen Ausdrucksmittel von Filmen wie Nosferatu oder Metropolis in eine gegenwärtige Choreografie zu übertragen, ihre Drastik, ihre Wirkungsmacht, ja auch ihren skurrilen Grusel. Die Beschäftigung mit den 100 Jahre alten Klassikern wird zum spannenden Experimentierfeld – und führt die Compagnie nah an den eigenen Kern. Godanis künstlerisches Selbstverständnis ist geprägt von den erweiterten Möglichkeiten des körperlichen Ausdrucks, bis hin zu Verfremdung, Verstärkung, Überzeichnung und Überhöhung.

Mitwirkende

Jiří Kylián(Choreografie)
Sol León(Choreografie)
Paul Lightfoot(Choreografie)
Marco Goecke(Choreografie)
Luciano Padovani(Choreografie)
Serge Aimé Coulibaly(Choreografie)
Jacopo Godani(Choreografie)

Spielzeiten

Samstag, 16. April 2022

Teile den Beitrag auf

Background image of the page