Das größte der fassartigen Instrumente hat einen Durchmesser von 1,80 Meter und symbolisiert zugleich die Sonne. Mit dem typischen Don-Doko-Don-Beat eroberten die Taiko-Ensembles in den letzten Jahrzehnten die restliche Welt.
Ihr kraftvoller Sound, verbunden mit der choreografisch anmutenden Darbietung, ist reine energetische Lebensfreude und ein Genuss für Auge und Ohr. Das war auch der Anlass für Sergei Vanaev, über eine Kooperation seiner Ballettcompagnie mit der Taiko-Gruppe Masa-Daiko Bremen nachzudenken. Gemeinsam haben die Künstler*innen ein Stück erarbeitet, das Rhythmus und Choreografie in einem wahren Trommelfeuerwerk vereint: kraftvoll, sinnlich, mitreißend.
Ein besonderer Reiz besteht für Vanaev vor allem in der direkten Verbindung zwischen der Taiko-Gruppe und seinen Tänzer*innen, aus der er für den Taiko-Abend schöpfen kann. Der Rhythmus geht in den Körper, wie eine chemische Reaktion, der sich keiner entziehen kann. «Es ist kein Stück über Steine, Blätter oder Wolken. Sondern eines über die Menschheit. Ein menschliches Stück.»
Taiko ist ein Tanzabend, der die kulturellen Elemente Japans mit der Ausdruckskraft des Balletts verbindet.


