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Das wirkliche Leben

Uraufführung/Premiere am 20. Mai 2022
Haben wir unser Schicksal in der Hand? Können wir das Geschehene rückgängig machen? Dieudonné erzählt über den Verlauf mehrerer Sommer eine beklemmende Familiengeschichte.
© Kerstin Schomburg

Eine graue Reihenhaussiedlung am Rande einer Stadt. Am Ende einer Häuserreihe, im Eckhaus, da wo hinter dem Garten das Galgenwäldchen beginnt, lebt die Familie der namenlosen Protagonistin: Vater, Mutter, Tochter und Sohn. Der Vater, Angestellter in einem Vergnügungspark, ist Großwildjäger und füllt mit seinen Trophäen einen ganzen Raum. Die Mutter – scheinbar mehr Amöbe als Frau – kann sich nur bei der Pflege ihrer Zwergziegen frei bewegen. Die Kinder werden Zeug:innen eines Unfalls. Der Sohn verliert daraufhin sein Kinderlachen. Und die Tochter schwört sich, Raum und Zeit zu überwinden, um ihm dieses zurückzugeben.

Was zeichnet uns aus? Welche Zufälle bestimmen unser Leben? Haben wir unser Schicksal in der Hand? Können wir das Geschehene rückgängig machen?

Die belgische Schauspielerin und Autorin Adeline Dieudonné erzählt über den Verlauf mehrerer Sommer eine beklemmende Familiengeschichte. Im Mittelpunkt steht die Tochter, die nicht nur versucht, die Unschuld ihres Bruders zu retten, sondern dabei auch die erhofften und unverhofften Hürden des Erwachsenwerdens nehmen muss.

Der Roman Das wirkliche Leben von Adeline Dieudonné ist bei der dtv Verlagsgesellschaft erschienen.

Inhaltshinweis:
Die Inszenierung Das wirkliche Leben beschäftigt sich mit dem Thema häusliche Gewalt. Auf Menschen, die von häuslicher Gewalt betroffen waren oder sind, können die dargestellten Handlungen (re-)traumatisierend wirken.
Menschen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, sowie ihre Angehörigen und Freund:innen finden hier Hilfe und Informationen: weisser-ring.de

Hinweis für sensorisch empfindliche Personen: Bei der Produktion Das wirkliche Leben kommt Stroboskoplicht zum Einsatz.

Mitwirkende

Frederik Tidén(Dramaturgie)
Belle Santos(Kostümbild)
Evelyn Saylor(Komponist/in)
Alrun Hofert(Schauspieler/in)
Birte Leest(Schauspieler/in)
Daniel Nerlich(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Freitag, 20. Mai 2022 (Premiere / Uraufführung)

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