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Li-Tai-Pe

in Opernhaus Bonn
Uraufführung/Premiere am 22. Mai 2022
Die gänzlich legendäre Geschichte vom versoffenen, aber genialen Dichter, den die Intrigen zweier Schranzen am Hofe des Kaisers fast das Leben kosten. Er wünscht sich nichts sehnlicher als seine Freiheit an der Seite jener Frau, die ihn rettete.
© Thilo Beu

Seit der Uraufführung in Hamburg am 2. November 1920 entwickelte sich Li-Tai-Pe zu einem beim Publikum ungeheuer beliebten Werk der Opernliteratur, das bis zur Schließung der Theater 1944 gespielt wurde – obwohl der aristokratische Komponist den Machthabern suspekt war, dem es überdies gelungen war, stets Distanz zum Regime zu wahren.

Wenigen sagt der Name Clemens von Franckenstein etwas, allenfalls denken einige noch an sein Wirken als Intendant, zunächst in Wiesbaden, schließlich – nach dem Tode Anton von Speidels – ab 1912 als Leiter der Münchener Hofoper. Durch die Berufung Hans Knappertsbuschs und durch die Gestaltung eines noch heute vorbildlichen Spielplans hat der 1914 zum Generalintendanten Ernannte bis zum Revolutionsjahr 1918 und dann wieder von 1924 bis zum erzwungenen Rücktritt im Jahre 1934 der Bayerischen Staatsoper ein glanzvolles Gepräge verliehen. Die immense Bedeutung seiner kulturpolitischen Leistungen wird gekrönt durch das eigene kompositorische Schaffen, das insbesondere in der Oper Li-Tai-Pe Elemente der von Wagner bestimmten Neuromantik mit einem von Debussy beeinflussten exotischen Impressionismus zu unverwechselbarer Eigensprache verschmilzt. Die bis in die vierziger Jahre des 20. Jahrhunderts vielgespielte Oper markiert einen Höhepunkt der jüngeren deutschen Musiktheatergeschichte. An den sich freilich niemand mehr erinnert!

In dem szenischen und wissenschaftlichen Rechercheprojekt FOKUS ’33 – Forschungsreise zu den Ursachen von Verschwinden und Verbleiben will die Oper Bonn in einer deutlich vergrößerten Zahl von Produktionen Werke zur Diskussion stellen, die nach 1933 oder ab 1945 aus den Spielplänen verschwanden oder in diesem Zeitraum entstanden und erst danach überhaupt zur Uraufführung gelangten. Gefördert wird FOKUS ’33 vom Ministerium für Kultur und Wissenschaften des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit dem NRW KULTURsekretariat.

Oper in drei Akten, op. 43
Libretto von Rudolf Lothar
Eine Produktion im Rahmen der Reihe Fokus ’33

Musikalische Leitung  Hermes Helfricht
Inszenierung  Adriana Altaras
Bühne  Christoph Schubiger
Kostüme  Nina Lepilina
Licht  Boris Kahnert
Dramaturgie  Andreas K. W. Meyer
Choreinstudierung  Marco Medved
Regieassistenz und Abendspielleitung  Ruben Michael
Idilsu Yaman
Regiehospitanz  Laura-Monique Pontes
Musikalische Assistenz  Pauli Jämsä
Studienleitung  Pauli Jämsä
Korrepetition  Igor Horvat
Elia Tagliavia
Bühnenbildassistenz  Ansgar Baradoy
Kostümassistenz  Sarah Magirius
Nury Stefanie Willig
Inspizienz  Barbara Schröder

Diese Produktion wird vom WDR aufgezeichnet und auf WDR3 am 19. Juni 2022 um 20.04 Uhr und am 13. August 2022 um 19.05 Uhr auf Deutschlandfunk Kultur übertragen.

Mitwirkende

Hermes Helfricht(Musikalische Leitung)
Christoph Schubiger(Bühnenbild)
Nina Lepilina(Kostümbild)
Boris Kahnert(Lichtdesign)
Andreas K. W. Meyer(Dramaturgie)
Marco Medved(Choreografie)
Ruben Michael(Bühnentechnik)
Idilsu Yaman(Bühnentechnik)
Laura-Monique Pontes(Bühnentechnik)
Pauli Jämsä(Sounddesign)
Igor Horvat(Sounddesign)
Elia Tagliavia(Sounddesign)
Ansgar Baradoy(Bühnentechnik)
Sarah Magirius(Kostümbild)
Barbara Schröder(Bühnentechnik)
Mark Morouse(Schauspieler/in)
Joachim Goltz(Schauspieler/in)
Mirko Roschkowski(Schauspieler/in)
Giorgos Kanaris(Schauspieler/in)
Tobias Schabel(Schauspieler/in)
Johannes Mertes(Schauspieler/in)
Martin Tzonev(Schauspieler/in)
Kieran Carrel(Schauspieler/in)
Pavel Kudinov(Schauspieler/in)
Ava Gesell(Schauspieler/in)
Anna Princeva(Schauspieler/in)
Tae-Hwan Yun(Schauspieler/in)
Alexander Kalina(Schauspieler/in)
Juhwan Cho(Schauspieler/in)
Ricardo Llamas Marquez(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Sonntag, 22. Mai 2022 (Premiere / Uraufführung)
Samstag, 04. Juni 2022
Samstag, 11. Juni 2022
Sonntag, 19. Juni 2022
Freitag, 24. Juni 2022

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