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Liebe macht frei

Uraufführung/Premiere am 02. April 2023
In Deutschland der 1930er Jahre blüht eine schwule Subkultur, trotz der strafrechtlichen Verfolgung von Homosexualität. Doch mit der Machtübernahme der Nazis beginnt eine grausame Verfolgung, die das Leben vieler Homosexueller für immer verändern wird.
© Thüringer Staatsarchiv Altenburg: Reinhold Winter und Martin

Die Machtübernahme der Nazis scheint zunächst kaum Auswirkungen zu haben, doch nach der „Nacht der langen Messer“, einer Mordserie 1934 im Auftrag Hitlers, ändert sich das schlagartig. Die „schwulen Dielen“ werden geschlossen, Homosexuelle inhaftiert, gefoltert, kastriert und deportiert. Neben Schikanen und Grausamkeiten erwarten sie in den Konzentrationslagern medizinische Versuche, die dazu dienen sollen, der vermeintlichen „Krankheit“ Herr zu werden. Der ehrgeizige Hans ist Leiter der medizinischen Abteilung in einem dieser Lager, doch nach und nach beginnt er an der Sinnhaftigkeit seiner Arbeit zu zweifeln. Als ihm als Bursche einer der „Gefangenen mit dem rosa Winkel“ zugeteilt wird, beginnen sie sich anzufreunden. Doch die Vertrautheit zwischen den Beiden weckt bald den Argwohn der Kollegen des jungen Arztes.

Da Homosexualität in Deutschland noch lange nach 1945 unter Strafe stand, gibt es heute nur wenige Berichte von schwulen Überlebenden des Dritten Reichs. Einer davon stammt von dem Meuselwitzer Rudolf Brazda. Seine und andere Erinnerungen sind die Grundlage von Liebe macht frei, ein Stück, das in Zeiten, in denen gleichgeschlechtliche Liebe von Populisten erneut als „widernatürlich“ bezeichnet wird, leider kein historischer Rückblick bleibt.

Musik von Olav Kröger. Inszenierung Manuel Kressin. Musikalische Leitung Olav Kröger. Bühne Fred Pommerehn. Kostüme Gabriele Kortmann. Choreografie Katerina Vlasova. Dramaturgie Dr. Sophie Oldenstein.

Mitwirkende

Olav Kröger(Komponist/in)
Fred Pommerehn(Bühnenbild)
Gabriele Kortmann(Kostümbild)
Katerina Vlasova(Choreografie)
Robert Sebastian Schlicht(Schauspieler/in)
Hans Robert Herrmanns(Schauspieler/in)
Helmut Thomas C. Zinke(Schauspieler/in)
Marie Luis Kießling(Schauspieler/in)
Alfred Markus Lingstädt(Schauspieler/in)
Charlotte Rebecca Halm(Schauspieler/in)
Thorsten Dara(Schauspieler/in)
Johannes Emmrich(Schauspieler/in)
Ines Buchmann(Schauspieler/in)
Bruno Beeke(Schauspieler/in)
Mechthild Scrobanita(Schauspieler/in)
Manuel Struffolino(Schauspieler/in)
Mario Radosin(Schauspieler/in)
Karen Külbel(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Freitag, 03. Juni 2022 (Premiere / Uraufführung)
Samstag, 04. Juni 2022
Sonntag, 12. Juni 2022
Freitag, 24. Juni 2022
Samstag, 25. Juni 2022
Sonntag, 02. April 2023 (Premiere / Uraufführung)
Freitag, 07. April 2023
Montag, 10. April 2023
Sonntag, 07. Mai 2023
Freitag, 23. Juni 2023

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