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Dancer in the Dark

in Stadttheater Pforzheim
Uraufführung/Premiere am 11. Juni 2022
Die tschechische Immigrantin Selma arbeitet bis zur Erschöpfung, um ihrem Sohn Gene eine Augenoperation zu ermöglichen. Während sie selbst fast blind ist, flüchtet sie in die Welt der Musicals, bis die Realität sie einholt und sie des Mordes angeklagt wird.
© Sebastian Seibel

Um ihrem sorgenreichen Alltag zu entkommen, träumt sie sich immer öfter in die heile Welt der Musicals hinein, weil nur dort „nie etwas Schreckliches geschieht”. Doch dann bricht die Realität in Selmas Phantasiewelt ein: Als urplötzlich ihre gesamten Ersparnisse verschwinden, stellt Selma ihren Vermieter Bill zur Rede, der sich in akuten Geldnöten befindet. Der Streit eskaliert, es kommt zur Katastrophe – und Selma wird des Mordes angeklagt …

Mit den originellen Choreografien des US-amerikanischen Tänzers und Choreografen Gregory Livingston, der seit 2021 auch eine Gastprofessor am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz Berlin (HZT) innehat, taucht das spielfreudige Ensemble inklusive tanzbegeisterter Statisterie in traumhaft-nostalgische und rhythmisch gewitzte Musical-Phantasien ein. Anders als der Film verwendet die Theaterinszenierung aber nicht die Musiken der isländischen Sängerin und Schauspielerin Björk, sondern sorgsam zusammengetragene Musical-Melodien, hauptsächlich aus den 1940er bis 1960er Jahren.

Der Däne Lars von Trier gehört zu den bedeutendsten Filmemachern der Gegenwart. „Dancer in the Dark“ drehte er als dritten Film seiner sogenannten „Golden Heart”-Trilogie, zu der auch die Filme „Breaking the Waves“ und „Idioten“ gehören. Das Besondere an „Dancer in the Dark“ ist laut Autor, dass hier eine „tragische Frauengestalt im Mittelpunkt” steht, „die sich für andere aufopfert und deren Liebe nicht davon abhängt, wie sie – vom Schicksal oder von den Menschen – behandelt wird.” Und: „Zuerst einmal leben wir in einer Kultur, hier, in diesem Teil der Erde, wo es ein Mann ist, der am Kreuz hängt, der sich opfert. Aber ist es nicht toll, dass es auch Frauen gibt? Sind es denn wirklich nur Männer, die sich opfern?”

Deutsch von Henning Bochert

Inszenierung Markus Löchner
Bühnenbild und Kostüme Steven Koop
Choreografie Gregory Livingston
Dramaturgie Ulrike Brambeer

Mitwirkende

Joanna Lissai(Schauspieler/in)
Nika Wanderer(Schauspieler/in)
Daniel Kozian(Schauspieler/in)
Anne-Kathrin Lipps(Schauspieler/in)
David Meyer(Schauspieler/in)
Nicolas Martin(Schauspieler/in)
Bernhard Meindl(Schauspieler/in)
Johanna Miller(Schauspieler/in)
Thorsten Klein(Schauspieler/in)
Steven Koop(Bühnenbild)
Gregory Livingston(Choreografie)
Ulrike Brambeer(Dramaturgie)

Spielzeiten

Samstag, 11. Juni 2022 (Premiere / Uraufführung)
Mittwoch, 15. Juni 2022
Samstag, 18. Juni 2022
Freitag, 01. Juli 2022
Sonntag, 03. Juli 2022
Freitag, 08. Juli 2022
Freitag, 15. Juli 2022

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