Theaterkompass.de Logo

HeimaTraum: Theatre for Displaced People

in Burgtheater Bautzen
Uraufführung/Premiere am 17. Juni 2022
Das neue Programm „HeimaTraum“ im Thespis Zentrum in Bautzen richtet sich an Menschen, die aufgrund des Krieges ihre Heimat verlassen mussten. Es bietet einen Raum, in dem individuelle Geschichten und Träume durch Theater Ausdruck finden können.
© Theater Bautzen

Für Menschen, die aus vielen Ländern dieser Erde nach Bautzen gekommen sind. Einen Raum der Heimat und der Träume. Einen Raum, in dem sich Menschen ihre Heimat bewahren und/oder vielleicht auch neu schaffen können. Und das alles mit und durch Theater. Mit vielen Theaterprojekten, an denen Kinder, Jugendliche und Erwachsene teilnehmen können, egal wie alt sie sind oder von wo sie herkommen. Jeder mit seinen Ideen, jeder so wie er kann und möchte. Jeder Mensch hat eine ganz besondere Geschichte zu erzählen und hat ganz besondere Fähigkeiten. Das Logo ist ein zu verpflanzender kleiner Eichenspross, der an einem neuen Ort wurzeln schlagen kann, aber eines Tages wieder in die Heimat zurückkehren wird und dort seine Wurzeln in die Erde der geliebten Heimat eintauchen wird. Aufgrund des Krieges in der Ukraine wird in diesem Jahr ein Schwerpunkt die Arbeit des Thespis Zentrums die Arbeit und Unterstützung von Menschen aus der Ukraine sein.

Zwei Theaterprojekte feiern Premiere:

Die szenische Lesung „Das Tagebuch der Albina Bakukha“ thematisiert die Gedanken und Gefühle einer vierzehnjährigen Schülerin aus der Ostukraine, die seit Kriegsbeginn ihre Erlebnisse niederschreibt. Albina ist inzwischen mit ihrer Familie geflüchtet und wagt einen neuen Theateranfang. Sie steht nicht nur als Autorin, sondern auch als Darstellerin ihres eigenen Textes auf der Bühne.

Eine Tanzperformance mit dem Titel „Wir sind keine Objekte. Wir sind keine Ziffern. Wir sind kein Fleisch“ untersucht die Erfahrungen von Frauen und Mädchen, die aus verschiedenen Ländern nach Bautzen gekommen sind. Es geht darum, durch die „Arbeit mit dem Körper“ auszudrücken, was es bedeutet, einen Ort zu verlassen und einen neuen zu betreten. Die Teilnehmerinnen erhalten die Möglichkeit, Geschichten zu erzählen, die man nicht in Worte fassen kann oder will.

Der neue Leiter des Thespis Zentrums, der Regisseur Georg Genoux, hat zuvor in der Ukraine Theaterarbeit geleistet und möchte im Thespis Zentrum einen Ort schaffen, an dem Menschen neue Lebensperspektiven entwickeln und sich in verschiedenen künstlerischen Formen ausdrücken können. Das Thespis Zentrum ist ein Ort für alle Menschen und Kulturen, wo viele Programme den Dialog zwischen Bürger*innen und Migrant*innen fördern.

Yana Humenna wird in ihrer Performance mit einer Gruppe von muslimischen Frauen in Bautzen der Frage nachgehen, welche Rolle Hautfarbe und Glaube in aktuellen Konflikten spielen.

Mehr Informationen darüber finden Sie hier:
www.thespis-zentrum.de, www.thespis-zentrum.de/mitmachen

Mitwirkende

Albina Bakukha(Autor/in)
Yana Humenna(Choreografie)
Halimeh Ibrahim(Dramaturgie)

Spielzeiten

Freitag, 17. Juni 2022 (Premiere / Uraufführung)

Teile den Beitrag auf

Background image of the page