Über die symbolträchtige Figur des Schwans geht dieser Tanzabend auf den Grund. Choreografin Caroline Finn arbeitet dafür mit dem Märchen „Das hässliche Entlein“ von Hans Christian Andersen. Von seiner Umgebung verspottet, leidet der junge Schwan unter seiner Außenseiterrolle, bis sich sein Äußeres verwandelt. Dance Company-Direktor Giuseppe Spota hingegen spielt mit dem antiken Mythos von Zeus, der sich Prinzessin Leda in Gestalt eines Schwans näherte und zu einem unsterblichen Motiv für erotische Kunst wurde.
Doch auch wenn die meisten Märchen von einer klaren Teilung zwischen Gut und Böse beherrscht werden: So eindeutig ist unser Leben selten. Selbst in traditionellen Choreografien von „Schwanensee“ werden der weiße und der schwarze Schwan von derselben Tänzerin verkörpert. Zwei Seelen in einer Brust, zwei Seiten einer Medaille? „Swans“ fragt nach Schuld, Unschuld und komplexen Beziehungen in einer Welt voller Grautöne.


