Für den von Rachedurst getriebenen Carlo wird es zur Lebensaufgabe, den Mord am Vater und die Ehrlosigkeit der Schwester zu rächen. Vollkommen verbohrt in seinen Hass ist für ihn jede Form der Vergebung und Versöhnung von vornherein ausgeschlossen. Über mehrere Jahre zieht sich die abenteuerliche Verfolgungsjagd hin, bei der sich immer wieder seltsame Zufälle ereignen.
Die düstere Oper erzählt von der rohen Gewalt des Krieges ebenso wie von den makaberen Streichen, die das Leben manchmal spielt. Verdi schuf mit dem Sujet spanischer Prägung eine seiner ungewöhnlichsten und farbenreichsten Partituren. Es ist ein Wechselspiel der Gefühle, das sich durch die Musik vermittelt: In der sakralen Aura von Leonoras Arien, dem Freundschaftsduett der beiden Erzfeinde, der komischen Szene mit Fra Melitone sowie durch die grandiosen Massenszenen im Wirtshaus und Feldlager.
Abrupt wechseln die Schauplätze und Identitäten der Hauptfiguren, die das Schicksal mehrfach trennt und wieder zusammenführt. Das berühmte „Schicksalsmotiv“ taucht im Orchester an den Schlüsselstellen der Handlung auf, in deren Verlauf immer deutlicher wird, dass Liebe und Barmherzigkeit keine Chance gegen das unaufhörlich sich drehende Rad Fortunas haben.
In italienischer Sprache


