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Dantons Tod

Uraufführung/Premiere am 16. September 2022
Mit dieser Produktion wird eine zu Unrecht vergessene Oper des 20. Jahrhunderts aufgeführt, die das Profil des Theaters prägt und regelmäßig Beachtung findet. Die Geschichte beleuchtet die brutale Dynamik der Schreckensherrschaft während der Französischen Revolution.
© Ronny Ristok

Zur Handlung: Köpfe rollen, blinde Wut und Blutvergießen bestimmen die brutale Dynamik der von Robespierre errichteten Schreckensherrschaft im Jahr 1794. Während Robespierre sich als Hüter der Tugend und der wahren revolutionären Werte aufspielt, ist sein ehemaliger Mitstreiter, der einst so radikale Agitator der Französischen Revolution, Georg Danton, zutiefst ernüchtert. Misstrauen, Hetze und Intrigen führen ihn und seine Vertrauten schließlich vor das Revolutionstribunal. Mit einer Prophetie der Diktatur scheint der brillante Rhetoriker Danton das aufgebrachte Volk zwar zunächst auf seine Seite ziehen zu können, doch schon kurz darauf erfährt er unter Jubel und Hohn der Massen gemeinsam mit den anderen Verurteilten die Égalité unter der Guillotine.

In seinem ersten Drama griff der erst zwanzigjährige, selbst von revolutionären Ideen faszinierte Georg Büchner die Geschichte Georges Dantons (1759-1794) auf und schuf 1835 mit „Dantons Tod“ das Portrait eines desillusionierten Revolutionärs. Noch während des Zweiten Weltkriegs begann der österreichische Komponist Gottfried von Einem (1918-1996) die Arbeit an seiner gleichnamigen ersten Oper. Das Libretto erstellte er zusammen mit seinem Kompositionslehrer und Freund Boris Blacher aus Büchners Drama und ausgewählten Briefen. Die Uraufführung bei den Salzburger Festspielen im Jahr 1947 war von Einems persönliche Abrechnung mit der jüngsten Vergangenheit und wurde zum großen Erfolg. „Dantons Tod“ rückt in eindrucksvollen Chorszenen das Volk als Akteur in den Mittelpunkt und erzählt von Blutrausch, Gewaltspiralen und der Verführbarkeit der Massen.

Regie führt Generalintendant Kay Kuntze; die musikalische Leitung hat GMD Ruben Gazarian. Bühne und Kostüme entwirft Martin Fischer und für die Choreinstudierung zeichnet Dr. Alexandros Diamantis verantwortlich.

Mitwirkende

Kay Kuntze(Regie)
Ruben Gazarian(Musikalische Leitung)
Martin Fischer(Bühnenbild)
Martin Fischer(Kostümbild)
Alexandros Diamantis(Choreografie)
Isaac Lee(Schauspieler/in)
Johannes Pietzonka(Schauspieler/in)
Roman Astakhov(Schauspieler/in)
Johannes Beck(Schauspieler/in)
Anne Preuß(Schauspieler/in)
Joanna Jaworowska(Schauspieler/in)
Kai Wefer(Schauspieler/in)
Eva-Maria Wurlitzer(Schauspieler/in)
Taiki Miyashita(Schauspieler/in)
Andreas Veit(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Freitag, 16. September 2022 (Premiere / Uraufführung)
Sonntag, 18. September 2022
Freitag, 23. September 2022
Sonntag, 25. September 2022
Samstag, 01. Oktober 2022
Montag, 03. Oktober 2022

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