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Mein Leben in Aspik

Uraufführung/Premiere am 29. September 2022
Ein junger Mann erinnert sich an seine Kindheit, die geprägt ist von einem engen Verhältnis zur Großmutter. Die Gutenachtgeschichten der Oma, gespeist aus fantasievollen Mordplänen an ihrem Mann, nehmen eine unerwartete Wendung, als der Opa tatsächlich stirbt.
© Kimi Palme

Zeitlicher Zufall? Doch warum ist die Mutter so angespannt, ihm und der Oma gegenüber, und seit Jahren rastlos auf der Suche nach einem neuen Partner? Der Mann fängt an nachzufragen und aufzudecken. Und was als harmlose Familienhistorie beginnt, enthüllt ihm ansatzlos und urplötzlich eine so aberwitzige und unmoralische Biographie, dass ihm nichts anderes übrigbleibt, als deren endlose Reihe von Tabubrüchen einfach selbst fortzusetzen und die privaten Verstrickungen ins ultimativ Groteske weiterzuführen. Hauptsache, alles bleibt in der Familie.

In seinem Debüt überzeichnet Steven Uhly die Abgründe und Perversionen eines fiktiven Clans dermaßen, dass sie sich ins Gegenteil verkehren und zur eigentlichen nackten Wahrheitsfindung führen. Mein Leben in Aspik erzählt von Perspektiven aufs andere Geschlecht und den Grenzen unserer scheinbar so offenen und toleranten Gesellschaft. Die Fragen nach Abstammung und dem dunklen Labyrinth unserer Lebensläufe, die diese skurril-böse Familiengeschichte aufwirft, öffnen den Blick auf vererbte Traumata, eine lügendurchtränkte westdeutsche Vergangenheit und unsere unauflösbare bittere Unfreiheit.

Mitwirkende

Ev-Simone Benzing(Bühnenbild)
Heiko Thomas(Lichtdesign)
Bernd Isele(Dramaturgie)
Malte Preuss(Sounddesign)
Simon Brusis(Schauspieler/in)
Susanne Jansen(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Donnerstag, 29. September 2022 (Premiere / Uraufführung)
Freitag, 30. September 2022
Mittwoch, 26. Oktober 2022
Donnerstag, 27. Oktober 2022
Sonntag, 30. Oktober 2022

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