Anna Fierling reist während des Dreißigjährigen Krieges durch ein verwüstetes und traumatisiertes Europa. Als Marketenderin zieht sie von Kriegsschauplatz zu Kriegsschauplatz und muss erkennen, dass ihr Plan, ihre Kinder unbeschadet durch die Zerstörungen zu führen, grandios scheitert.
Ihr Geschäftssinn ist ihr Antrieb, ihr Geschäftsmodell sind Nöte und Tod. Die von Regisseur Oliver Frljić konzipierte »Kriegstrilogie« fand mit Dantons Tod / Iphigenie ihren Auftakt. Mit einer rein weiblichen Besetzung fragte er nach Opferbereitschaft und Rollenbildern. Hier setzt nun der zweite Teil an, um Querverbindungen zwischen Krieg, Faschismus und Kapitalismus in den Blick zu nehmen.