Halt. Es ist ja schon zu spät: „Das hier ist die Einsicht, dass der Tipping-Point hinter uns liegt.“ Mit einem gnadenlosen Rhythmus treibt Thomas Köck seinen Text voran. Voll Wut, voll Respekt und voll Ratlosigkeit. Trotzdem überwiegt nicht das Hoffnungslose, sondern die Empörung. Denn schuld ist der Mensch, der sich dem Diktat des Systems unterworfen hat. Und nur der Mensch kann etwas ändern.
Thomas Köck wurde bereits zwei Mal mit dem Mülheimer Dramatikpreis ausgezeichnet. Er hat einen Abgesang auf unsere Welt geschrieben. Die ausgerotteten Tiere, die zukünftigen Generationen, "all die Geister", suchen uns heim in diesem Text, der vorgibt, kein Theaterstück sein zu wollen, und doch genau dort hingehört: auf die Bühne. Konzentriert und eindringlich fragen sie uns, warum wir nicht anders können, als auf Zerstörungskurs zu bleiben.


