Sie sorgt sich um ihren Sohn Herrmann, der dem Alkohol zuspricht und nicht im Traum daran denkt, ihr Enkel zu schenken. Grete, von ihrem Mann für eine Achtzehnjährige verlassen, hat sich ihren Dackel Lydia zur neuen Lebenspartnerin erkoren. Mariedl, die dritte im Bunde, ist Klofrau von Beruf und aus Berufung. Gegen die Verlockungen der Liebe sind sie dennoch nicht gefeit. Erna träumt von einer Liaison mit dem örtlichen Fleischer, dem Wottila Karl, und Grete fantasiert sich eine Zukunft als Gutsherrin mit dem feschen Musikanten Freddy herbei. Mariedl hingegen würde gerne einmal unter dem Jubel einer großen Menge ihre Meisterschaft unter Beweis stellen. Ihre Tagträume arten in eine erbitterte Zimmerschlacht aus, an deren Ende eine der drei auf der Strecke bleibt.
Werner Schwab zündet in seinem längst zum modernen Klassiker avancierten „Fäkaliendrama“ ein komödiantisches Feuerwerk. Seine Präsidentinnen sind Königinnen ihres Leids. Gefangen in ihren Lebenslügen sitzen sie auf einem Vulkan unterdrückter Sehnsüchte und unerfüllter Begierden. „Das sind Leute, die glauben, alles zu wissen, über alle zu bestimmen. Eine Form von Größenwahn“, schrieb Schwab über sein infernalisches Frauen-Trio.
Inszenierung Amélie Niermeyer Bühne Christian Schmidt Kostüm Kathrin Brandstätter Mitarbeit Bühne Helen Stichlmeir Musik Imre Lichtenberger Bozoki Mitarbeit Musik Jacob Suske Licht Felix Dreyer Dramaturgie Christina Schlögl


