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Antigone

in Stadttheater Pforzheim
Uraufführung/Premiere am 28. Januar 2023
Die thebanische Königsfamilie ist mit einem Fluch belegt, der in jeder Generation zu neuer Gewalt führt. Antigone sieht sich gezwungen, für das göttliche Gesetz zu kämpfen, während ihr Onkel Kreon vor einem moralischen Dilemma steht.
© Martin Sigmund

Vor einiger Zeit hatte man sich noch darauf geeinigt, dass sich Ödipus‘ Söhne die Herrschaft über Theben teilen sollten. Nun ist alles anders: Der vertriebene Polyneikes steht mit einer übermächtigen Streitmacht vor den Toren Thebens und fordert Eteokles heraus, der die Alleinherrschaft nicht abgeben will. Ein Opfer verhindert zwar den Krieg und die Zerstörung der Stadt, nicht aber den Tod beider Brüder, die sich im Zweikampf gegenseitig umbringen.

Ödipus‘ Schwager Kreon, auf den die Königswürde nun übergeht, könnte die Stadt befrieden, sät aber weitere Zwietracht. So ordnet er an, dass allein Eteokles mit allen Ehren begraben werden darf; die Leiche des ‚Verräters‘ Polyneikes dagegen bei Androhung der Todesstrafe unbestattet bleiben muss.

Doch das kann Antigone nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren: Für sie ist das göttliche Gesetz, dass man alle Toten begraben muss, um ihnen den Eintritt in die Unterwelt zu ermöglichen, mehr wert als das von Kreon erlassene Gebot. Sie handelt. Und Kreon, der vom Ungehorsam seiner Nichte erfährt, steht vor einem Dilemma: Darf und muss er Antigone, die Braut seines Sohnes Haimon, für ihren Ungehorsam töten oder kann er sich ihrer Argumentation anschließen?

Ungeheuerlich, mit welcher Wucht uns der vor rund 2400 Jahren entstandene griechische Mythos auch heute noch begegnet. Im Spannungsfeld zwischen Götterfluch und Menschenfrevel, Recht und Ungerechtigkeit, Befehl und Ungehorsam, Individuum und Staat entrollt sich eine menschliche Tragödie von zeitloser Gültigkeit, die mühelos die Jahrtausende überspringt und uns auch heute noch direkt ins Mark trifft.

Mitwirkende

Jens Peter(Schauspieler/in)
Daniel Kozian(Schauspieler/in)
Myriam Rossbach(Schauspieler/in)
Andreas C. Meyer(Schauspieler/in)
Nika Wanderer(Schauspieler/in)
Johanna Miller(Schauspieler/in)
Timon Schleheck(Schauspieler/in)
Susanne Elliinghaus(Kostümbild)
Ulrike Brambeer(Dramaturgie)
Diana Koloini(Autor/in)
Christian Schmidt(Bühnenbild)
Ana Savić Gecan(Kostümbild)
Bert Wrede(Komponist/in)
Gerrit Jurda(Lichtdesign)
Matija Ferlin(Choreografie)
Constanze Kargl(Dramaturgie)

Spielzeiten

Samstag, 28. Januar 2023 (Premiere / Uraufführung)

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