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Das digitale Opernglas - Oper trifft Augmented Reality

Uraufführung/Premiere am 16. April 2023
Ein Pilotprojekt von der Deutschen Oper am Rhein und Vodafone erweitert das Opernerlebnis durch digitale Inhalte in Augmented Reality. Zuschauer können während der Aufführungen Informationen und Perspektiven abrufen, die das Verständnis der Inszenierung vertiefen.
© Lukas Loss; Mit der AR-Brille im Opernhaus Düsseldorf

Um derlei Fragen unmittelbar während des Opernbesuchs zu klären, erweitern die Deutsche Oper am Rhein und Vodafone in einem Pilotprojekt das Live-Erlebnis im Zuschauersaal um eine digitale Informations- und Erlebnisebene: Zuschauer*innen können sich bei Vorstelllungen der Neuproduktion „Die tote Stadt“ von Erich Wolfgang Korngold ergänzende digitale Inhalte in „Augmented Reality“, einer erweiterten Realität, individuell zuspielen lassen – das digitale Opernglas macht’s möglich. Beim Blick auf das Bühnen­geschehen durch die AR-Brille wählen sie, ob sie sich digitale Hintergrund­informationen zu Werk und Solist*innen, Übertitel in zwei Sprachen oder verschiedene Kameraperspektiven anzeigen lassen, die z. B. einen Blick in den Orchestergraben erlauben. Darüber hinaus können sie sich während einiger ausgesuchter Momente von animierten AR-Bildwelten überraschen lassen.

Angebot für ein neues Publikum im digitalen Zeitalter
„Bei unserem Projekt steht der Vermittlungsgedanke im Vordergrund“, so der Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein, Prof. Christoph Meyer. „Unser digitales Opernglas verknüpft Live-Erlebnis und immersive Technologie miteinander, um so einen neuen, niedrigschwelligen Zugang zur analogen Welt des Musiktheaters zu ermöglichen. Die Arbeit an dem Prototyp ist Teil unserer Strategie, durch digitale Angebote den Zugang zu Oper und Ballett zu erleichtern. Und sie soll gleichzeitig einen Impuls geben für die allgemeine Debatte über Formen der Ansprache eines neuen Publikums im digitalen Zeitalter – insbesondere vor dem Hintergrund der Diskussion über das Opernhaus der Zukunft in Düsseldorf.“

Innovatives Pilotprojekt – einsetzbar auch in anderen Kontexten
Ein gemeinsames Team aus Mitarbeiter*innen von Oper und Vodafone hat vor knapp einem Jahr mit der Arbeit an dem AR-Projekt begonnen und gemeinsam das Konzept für das digitale Opernglas entwickelt. Michael Reinartz, Innovationschef bei Vodafone: „AR-Technologie erweitert das Bühnengeschehen digital und baut so eine Brücke zwischen der digitalen und der physischen Welt. Die Möglichkeiten sind vielfältig: von der reinen Informationsvermittlung über die Inszenierung mit digitalen Mitteln bis hin zur Virtualisierung von Opernaufführungen. Grundlage für entsprechende AR-Anwendungen ist das neue Mobilfunknetz 5G, in dem die Daten aufgrund der geringen Latenzzeit besonders schnell fließen. Informationen sind dadurch in sehr kurzer Zeit direkt am Ort des Geschehens auf der AR-Brille sichtbar.“

Zuspielung der Inhalte erfolgt „on demand“
Da sich das Projekt noch in der Pilotphase befindet, ist die Kapazität derzeit noch stark begrenzt: Für die Vorstellungen stehen Brillen des Herstellers NReal zur Verfügung. Zum Einsatz kommt das derzeit neueste Brillenmodell „NReal Air“, das aufgrund des geringen Gewichts von nur 79 Gramm einen hohen Tragekomfort bietet. Dieses ist mit einem Smartphone verbunden, auf dem die entsprechende Software installiert ist. Die Steuerung zur Auswahl der Inhalte erfolgt über Kopfbewegungen, die in Steuerungsbefehle umgesetzt werden. Die Ausspielung der Inhalte erfolgt „on demand“, das heißt, die am Pilotprojekt beteiligten Zuschauer*innen bestimmen selbst, welche Informationen und Bilder sie zu welchem Zeitpunkt in ihrer individuellen „erweiterten Realität“ angezeigt bekommen möchten.

Erich Wolfgang Korngold: „Die tote Stadt“
Korngolds Werk „Die tote Stadt“ ist eine anrührende Oper über das Überwinden grenzenloser Trauer, in filmmusikalischem Gewand. Wie weit darf unsere Trauer gehen, ohne uns zu entwurzeln? Zwei Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs legte der erst 23-jährige Erich Wolfgang Korngold seinem Protagonisten die Frage in den Mund, die zum bedrückenden Lebensthema einer traumatisierten Generation geworden war. Mit der üppigen Farbenpracht des spätromantischen Orchesterapparats illustriert der spätere Hollywood-Komponist im Stile einer Traumerzählung einfühlsam den schmerzhaften Prozess eines trauernden Mannes, der die Vergangenheit loslassen muss, um für die Zukunft bereit zu sein. Der amerikanische Regisseur Daniel Kramer hat sich mit seinen atmosphärisch dichten Inszenierungen international einen Namen gemacht und ist zum ersten Mal an der Deutschen Oper am Rhein zu Gast. Generalmusikdirektor Axel Kober dirigiert die Düsseldorfer Symphoniker.

Mitwirkende

Axel Kober(Musikalische Leitung)
Corby Welch(Schauspieler/in)
Nadja Stefanoff(Schauspieler/in)
Axel Kober(Musikalische Leitung)
Marg Horwell(Bühnenbild)
Peter Mumford(Lichtdesign)
Ricardo Navas Valbuena(Bühnentechnik)
Anna Grundmeier(Dramaturgie)
Corby Welch(Schauspieler/in)
Nadja Stefanoff(Schauspieler/in)
Mara Guseynova(Schauspieler/in)
Emmett O'Hanlon(Schauspieler/in)
Anna Harvey(Schauspieler/in)
Anna Sophia Theil(Schauspieler/in)
Alexandra Yangel(Schauspieler/in)
Chidozie Nzerem(Schauspieler/in)
Stefan Cifolelli(Schauspieler/in)
Florian Simson(Schauspieler/in)
Katarzyna Belker(Bühnentechnik)
Corby Welch(Schauspieler/in)
Nadja Stefanoff(Schauspieler/in)
Mara Guseynova(Schauspieler/in)
Emmett O'Hanlon(Schauspieler/in)
Anna Harvey(Schauspieler/in)
Axel Kober(Musikalische Leitung)
Marg Horwell(Bühnenbild)
Peter Mumford(Lichtdesign)
Ricardo Navas Valbuena(Bühnentechnik)
Anna Grundmeier(Dramaturgie)

Spielzeiten

Sonntag, 16. April 2023 (Premiere / Uraufführung)

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