Fast 90 Jahre nach Claudio Monteverdis »L‘Orfeo« und ein halbes Jahrhundert, bevor Georg Friedrich Händel seine großen Opern schrieb, beschritt Henry Purcell einen ganz eigenen, britischen Weg des frühen Musiktheaters. Im Experimentierfeld der jungen Gattung schuf er sogenannte Semi-Operas, in denen Tanz, Gesang und Schauspiel sich zu einem opulenten und zugleich filigranen Gesamtkunstwerk vereinen.
Die Liebeswirren und der Tanz der Elfen im Zauberwald, frei nach William Shakespeares »Ein Sommernachtstraum«, bieten ihm Stoff für leichtfüßig abwechslungsreiche, tänzerische Instrumentalmusik und allegorische Loblieder auf die Natur und die Liebe.
Nach seiner Adaption der »Winterreise« als spartenübergreifenden Ballettabend widmet sich Ballettdirektor Ricardo Fernando den mythischen Irrungen und Wirrungen in einer üppigen Inszenierung mit dem Ballett- und Opernensemble.
Gesang, Tanzszenen, Zwischenspiele: Henry Purcells größtes Bühnenwerk »The Fairy Queen« aus dem Jahr 1692 ist eine kurzweilige »Semi-Opera«, also eine Halb-Oper, die dem adligen Publikum anregende Unterhaltung und Zerstreuung bieten sollte - präsentiert in einer üppigen Inszenierung, die musikalisch ebenso wie tänzerisch und optisch aus dem Vollen schöpft.
Libretto von Thomas Betterton, zugeschrieben
Nach dem Schauspiel »A Midsummer Night’s Dream« von William Shakespeare
In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln


