Mariupol, vor kaum einem Jahr noch eine vibrierende Kulturmetropole am Meer, liegt in Ruinen. Bevor der Krieg in den Himmel über der Ukraine gebracht wurde, sang niemand das Lied der Sirenen. Niemand musste daran denken, sein Leben für die Integrität der Landesgrenzen zu geben, niemand in einem Sonnenblumenfeld nach Leichen suchen oder die verschütteten Opfer eines Bombenangriff mit einem Spaten ausgraben. Wie lebt man weiter? Wie die Hoffnung nicht verlieren und die Erinnerungen bewahren?
Während der russische Krieg gegen die Ukraine weiter Menschenleben fordert, erzählt Anastasiia Kosodiis Stück von seinen zahlreichen Tragödien, sucht aber auch nach einem Weg umzukehren und den Verlorenen - Menschen und Städten – Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.
Diese Inszenierung erzählt von der Erfahrung des Krieges. In einzelnen Szenen werden physische und psychische Gewalt, Folter und Verstümmelung beschrieben. In zwei Szenen sind der Klang einer Sirene und ähnliche Töne zu hören.
Ins Deutsche übersetzt von Lydia Nagel. In deutscher und ukrainischer Sprache.


