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Daimon. Die namenlose

Uraufführung/Premiere am 16. Mai 2023
Isoliert in ihrer Wohnung begibt sich eine Frau auf die Suche nach einer neuen Form des Seins. Sie stellt ihre Identität, ihr Geschlecht und ihre Rolle in der Gesellschaft in Frage und glaubt, im Wahnsinn einen neuen Zustand zu finden.
© Arthur Summereder

Von den Gespenstern ihrer Vergangenheit eingeholt, bemächtigt sie sich dieser. In ihrem radikalen Kampf um Autonomie nimmt sie auch den Zerfall ihres Selbst in Kauf. Wird die namenlose am Ende, wenn sie sich von allem gelöst hat, bestehen?

Der im Stück benannte „Bildverlust“ wird als zentrales Thema aufgegriffen. Als Resultat der Bilder, die uns konstant umgeben und die unser Selbst- und Fremdbild sowie die Idealisierung und Stereotypisierung dieser wesentlich mitbestimmen. Ist es möglich, aus der Spirale von (Wahn-)Vorstellungen und Projektionen sowie den damit verbundenen seelischen Verletzungen auszubrechen, diesen Mustern eigene Bilder entgegenzusetzen? Oder bleiben diese stets nur Reaktionen auf augenscheinliche Wahrnehmungen und Erinnerungen und somit unweigerlich mit jeder (optischen) Vorgabe verknüpft? Können die Grenzen der Bilder in unseren Köpfen lediglich verschwimmen oder tatsächlich aufgehoben werden? Was passiert, wenn wir nicht mehr dem entsprechen, was von uns erwartet wird?

Um eine neue Perspektive einnehmen zu können, treten die anderen Sinne in den Vordergrund. Musik, Geräusche, die Magie der Sprache, Bewegung sowie das körperliche Erspüren des Raumes als Widerstand führen zum Aufreißen scheinbarer Sicherheiten und Strukturen.

„Daimon. Die namenlose“ bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Theater, Literatur und Film. Inspiriert von Silvia Plath, Ingmar Bergmann, Virginia Woolf und anderen, beschäftigt sich die Inszenierung mit Trauma, psychogener Blindheit, Identität und der Möglichkeit eines freien, selbstbestimmten Lebens im Spannungsbogen von Verzweiflung und Euphorie.

Mitwirkende

Ina Jaich(Schauspieler/in)
Antonia Dering(Komponist/in)
Jennifer Mattes(Bühnenbild)
Jennifer Mattes(Kostümbild)
Jennifer Mattes(Videodesign)
Luk Perceval(Dramaturgie)
Laura Brechmann(Dramaturgie)
Zeynep Alan(Sonstiges)
Magdalena Stolhofer(Bühnentechnik)

Spielzeiten

Dienstag, 16. Mai 2023 (Premiere / Uraufführung)
Mittwoch, 17. Mai 2023

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