Ihre Inszenierung »Effi Briest« dieses Formats wurde 2016 zum Berliner Theatertreffen eingeladen. 2018 verwandelten sie Tschechows »Onkel Wanja« in »Wonkel Anja – Die Show!«.
Nun nehmen sie sich »Schuld und Sühne« von Fjodor M. Dostojewskij vor. Der 1866 erschienene Kriminalroman ist ein Jahrhundertwerk. Auf 700 Seiten fächert er die Charakterstudie des armen Studenten Raskolnikow auf. Das soziale Milieu, die politische Stimmung, die Familie – all dies lässt Raskolnikow zu der Überzeugung kommen, ein außergewöhnlicher Mensch zu sein, dem es gestattet ist, zu töten. Nicht nur um das eigene Überleben zu sichern, sondern vor allem um »der armen ausgebeuteten Menschheit zu helfen«. Im Wahn begeht er einen Doppelmord, danach quält ihn die Schuld. Kann ihn nur ein Geständnis erlösen? Oder wird Ermittlungsrichter Porfirij ihn zuvor als Mörder überführen?
Barbara Bürk und Clemens Sienknecht lassen den Fall von einer Gruppe leidenschaftlicher Hobbykriminolog*innen untersuchen. Die passionierten Rundfunkfans senden ihr True-Crime-Feature um Raskolnikow direkt aus ihrem Kellerstudio in den Äther. Spielend, tanzend und singend, mit Discoklassikern, Kantaten, Werbeeinspielern oder Radiojingles bleiben sie den Dostojewskij’schen Figuren bis zum Showdown dicht auf der Spur.


