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And now Hanau

in Theater Münster (Hauptgebäude)
Uraufführung/Premiere am 26. Mai 2023
Am 19. Februar 2020 ermordet ein Rassist in Hanau neun Menschen. Der Theaterautor Tuğsal Moğul setzt sich in seinen Werken mit den Auswirkungen rassistisch motivierter Gewalt in Deutschland auseinander und bearbeitet das Attentat von Hanau theatral.
© Bettina Stoess

Tuğsal Moğul lässt in seinem Stück die Perspektive der Opfer zu Wort kommen und fragt nach den vielen Fehlern, die vor, während und nach dem Anschlag von Seiten der Polizei, Staatsanwaltschaft, Politik und den Medien begangen wurden: Der Attentäter war der Polizei bereits als rechtsextrem bekannt. Wieso wurde er nicht besser überwacht? Wieso war der Notruf 110 in der Tatnacht nicht erreichbar? Wieso war der Notausgang in der Arena-Bar verschlossen? Wie kann es sein, dass Einsatzleute des SEK am Tatort später als rechtsextremistisch entlarvt wurden?

In enger Zusammenarbeit mit der „Initiative 19. Februar Hanau“ fragt Moğul nach Konsequenzen und fordert eine lückenlose Aufklärung, damit wir den Opfern und Angehörigen gerecht werden und an sie erinnern.

Bei den NSU-Morden gab es den Prozess im Oberlandesgericht München. Der Täter von Hanau hat sich der Verhandlung und seiner Verurteilung durch Selbsttötung entzogen, eine gerichtliche Aufarbeitung findet nicht statt. Tuğsal Moğul setzt sich mit den Morden nicht in einem herkömmlichen Theaterraum auseinander, sondern wählt ganz bewusst einen öffentlichen Ort in der Mitte der Stadtgesellschaft.

In Ergänzung zu diesem Theaterabend werden Angehörige der Opfer, die seit drei Jahren um Aufklärung kämpfen, eingeladen, um von Ihren Erfahrungen, Enttäuschungen, Hoffnungen und Forderungen zu erzählen. Dieses Podiumsgespräch mit dem Titel „Erinnern heißt verändern“ findet statt.

Eine Koproduktion mit den Ruhrfestspielen, in Kooperation mit dem Maxim Gorki Theater Berlin.

Mitwirkende

Marcin Wierzchowski(Bühnenbild)
Victoria Weich(Dramaturgie)
Saskia Zinsser-Krys(Dramaturgie)
Alaaeldin Dyab(Schauspieler/in)
Agnes Lampkin(Schauspieler/in)
Regina Leenders(Schauspieler/in)
Tim Weckenbrock(Schauspieler/in)
Marcin Wierzchowski(Bühnenbild)
Victoria Weich(Dramaturgie)
Saskia Zinsser-Krys(Dramaturgie)
Alaaeldin Dyab(Schauspieler/in)
Agnes Lampkin(Schauspieler/in)
Regina Leenders(Schauspieler/in)
Tim Weckenbrock(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Freitag, 26. Mai 2023 (Premiere / Uraufführung)
Mittwoch, 31. Mai 2023
Mittwoch, 07. Juni 2023
Freitag, 09. Juni 2023
Donnerstag, 15. Juni 2023

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