Coppélia zieht mit ihrem makellosen Äußeren die jungen Männer einer Kleinstadt in ihren Bann. Als Franz die Schöne eines Tages am Fenster des Hauses des bizarren Spielzeugmachers Coppélius erblickt, verliebt er sich auf den ersten Blick in sie. Seine Verlobte Swanilda ist von dieser Schwärmerei nicht sonderlich angetan und spioniert Franz nach.
Dabei kommt sie Coppélias Geheimnis auf die Spur: Sie ist kein Wesen aus Fleisch und Blut. Um Franz eine Lektion zu erteilen, schlüpft Swanilda daraufhin selbst in die Rolle Coppélias. Derweil will der dämonische Mechaniker Coppélius den jungen Mann verzaubern, um mit dessen Seele ein Experiment auf Leben und Tod durchzuführen…
Inhaltlich angelehnt an E.T.A. Hoffmanns Erzählung Der Sandmann (1816) aus der Sammlung Fantasie- und Nachtstücke – ein Werk der deutschen Schauerromantik – greift das Handlungsballett Coppélia das damalige Interesse an Automatenmenschen auf. Der französische Komponist Léo Delibes (1836-1891) komponierte das Stück im Jahre 1870, in dem es auch an der Pariser Oper uraufgeführt wurde. In der neuesten Fassung des Thüringischen Staatsballetts wird es noch durch die Suite „Les Animaux modèles“ von Francis Poulenc ergänzt.
Libretto nach Charles Nuitter und Arthur Saint-Léon · Musik von Léo Delibes


