Es beginnen Jahre der ausschweifenden Suche nach Freiheit von den erdrückenden Normen der elterlichen Welt und nach sich selbst. Hin- und hergerissen zwischen Rausch und Meditation, Liebe und Begehren, verfolgt und angeleitet von intensiven Träumen, geht Sinclair durch ein Leben der Extreme. Emotionales Innenleben und die Außenwelt verschmelzen miteinander. Der erste Weltkrieg bricht aus und scheint Emil endlich die Aufgabe zu geben, nach der er so lange auf der Suche war – bis eine Granate ihn in die brutale Realität eines Lazaretts befördert.
In seiner Bühnenadaption des Hesse-Klassikers blickt der Regisseur Kornelius Eich von diesem Endpunkt aus auf die Geschichte Emil Sinclairs und untersucht dessen Entwicklung, die als idealistische Suche nach Erneuerung begann und in der Zerstörung endet.


