Und diese Nase hindert ihn auch daran, der schönen Roxane seine Liebe zu gestehen. Da kommt ihm ein neuer Rekrut in seinem Regiment gerade recht. Christian ist zwar ausgesprochen gutaussehend, aber nicht der hellste Leuchtturm an der Küste. Als Cyrano bemerkt, dass Roxane für den Schönling schwärmt, bietet er diesem ein Geschäft an: Er schreibt ihm Liebesgedichte an Roxane und bleibt unerkannt im Hintergrund. Als Roxane sich unsterblich in Christian verliebt, wäre das eigentlich Cyranos Triumph, aber wie soll er sich offenbaren? Und außerdem hat noch der schleimige Graf de Guiche ein Auge auf Roxane geworfen ...
Der britische Dramatiker Martin Crimp schafft mit seiner Neudichtung das seltene Kunststück, den Charme des berühmten Versdramas zu erhalten und zugleich mit heutigen Augen auf das ewige Liebesspiel der Geschlechter zu blicken: scharfzüngig, von vorne bis hinten gereimt und mit intelligentem Humor.


