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Die Fledermaus

Uraufführung/Premiere am 10. Februar 2024
Diese Operette erzählt die südafrikanische Regisseurin Victoria Stevens in einer modernen Fassung. Im schlichten Bühnenbild sieht man einen Treppenaufgang, der ausschnittartig einen Hinterraum freigibt und ein groteskes Zerrbild der heutigen Gesellschaft erzeugt.
© Christoph Kalscheuer

Das Gericht hat die Strafe gleich von fünf Tagen auf eine Woche aufgerundet. Sein bester Freund Dr. Falke heitert ihn auf und entführt ihn auf eine verrückte Techno-Party, wo Champagner, Spiel, Flirt und Tanz beim maßlos reichen Prinzen Orlofsky nur so fließen. Diese Orlofsky-Szene mit ihrem Konfetti-Regen ist am besten gelungen und verleiht der Inszenierung einen sarkastischen Hintersinn. In der Fassung für Salonorchester klingen auch Jazz-Sequenzen bis hin zu "Besame Mucho" an. Eisensteins Frau Rosalinde kommt das sehr gelegen, denn gerade ist ihr verflossener Liebhaber Alfred wieder bei ihr aufgetaucht und hat sich frech zum Abendessen eingeladen. Dort wird er jedoch anstatt Gabriel von Eisenstein verhaftet.

Auch Rosalinde geht auf Orlofskys Party und will maskiert herausfinden, was ihr Mann so alles anstellt. Victoria Stevens gelingt es, Tempo und Situationskomik ihrer Inszenierung erheblich zu steigern. Eisenstein ist hingerissen von der unbekannten Schönen - und auch Rosalindes Assistentin Adele erscheint ihm in neuem Licht. Er freundet sich sogar mit dem Gefängnisdirektor Frank an. Dr. Falke will nun auch noch Rache nehmen für einen demütigenden Streich, den ihm Eisenstein vor Jahren präsentiert hat. Nachdem er den betrunkenen Dr. Falke in seinem Fledermauskostüm auf einer Bank abgesetzt hat, musste dieser zum Gespött der Leute damit nach Hause laufen, nachdem er seinen Rausch ausgeschlafen hatte. Im Gefängnis gibt sich Eisenstein zudem seiner Frau Rosalinde zu erkennen, die er fälschlich für eine ungarische Gräfin hielt - und es kommt letztendlich zu einem ausgelassenen "Happy End". Eisenstein muss nun von allen überführt um Vergebung bitten.

Das Salonorchester bietet unter der umsichtigen Leitung eine famose Leistung. Falsche Sentimentalität will hier gar nicht erst aufkommen. Alfreds Lied "Täubchen, das entflattert ist" gewinnt ein ironisches Timbre. Orlofskys Couplet mit dem Refrain "'s ist mal bei mir so Sitte" zeigt schillernde Klangfarben. Rosalindes Csardas wird von einer großartigen Darbietung geprägt. Adeles Ariette "Spiel ich die Unschuld vom Lande" erhält erfrischendes Feuer. Das komische Abschiedsterzett im ersten Akt "O je, o je, wie rührt mich dies!" und die fetzig musizierte Tik-Tak-Schnellpolka des spritzigen Duetts zwischen Rosalinde und Eisenstein sind weitere Höhepunkte dieser überzeugenden Aufführung.

Adeles spöttisches Lied "Mein Herr Marquis" gewinnt ebenfalls Format. Alfreds Trinklied "Trinke Liebchen, trinke schnell" gefällt durch feine dynamische Kontraste. Der Galopp "Im Feuerstrom der Reben" sowie der feurige große Walzer zeigen knisternden Schwung. Das irrwitzige Trugspiel mit Maskerade und Rollenwechsel kommt nicht zu kurz, obwohl der Sliwowitz von Frosch fehlt, der so gar nicht betrunken daherkommt. Die "Vie parisienne" im Stil Offenbachs wird in unsere Zeit übertragen. Am Schluss großer Jubel und "Bravo"-Rufe für das Ensemble.

Mitwirkende

Paul Taubitz(Musikalische Leitung)
Lucien Zumofen(Choreografie)
Ella Späte(Bühnenbild)
Susanne Germer(Dramaturgie)
Michael Konstantin(Dramaturgie)
Anca Höppner(Bühnentechnik)
Teresa Maria Simeoni(Bühnentechnik)
Peter Foggitt(Sounddesign)
Jooan Mun(Sounddesign)
André Gass(Schauspieler/in)
Marcus Sandmann(Schauspieler/in)
Christina Maria Gass(Schauspieler/in)
Małgorzata Pawłowska(Schauspieler/in)
Arvid Fagerfjäll(Schauspieler/in)
Vera Semieniuk(Schauspieler/in)
Wonjong Lee(Schauspieler/in)
Krešimir Dujmić(Schauspieler/in)
Michael Simmen(Schauspieler/in)
Elisabeth Birgmeier(Schauspieler/in)
Rebecca Ibe(Schauspieler/in)
Tom Qaas(Schauspieler/in)
Marian Hadraba(Schauspieler/in)
Rebecca Ibe(Schauspieler/in)
Viktorija Narvidaité(Schauspieler/in)
Veronica Sala(Tänzer/in)
Rita Di Bin(Tänzer/in)
Lucie Froehlich(Tänzer/in)
Luca di Giorgio(Tänzer/in)
Marco Palamone(Tänzer/in)
Minsu Kim(Tänzer/in)
Basia Binkowska(Bühnenbild)
Lukas Eicher(Videodesign)
Ulrich Kern(Musikalische Leitung)
Piotr Gryniewicki(Komponist/in)
Lana Maletic(Sänger/in)
Jutta Hochörtler(Schauspieler/in)
Yuliia Surushkina(Schauspieler/in)
Lars Tappert(Schauspieler/in)
Junoh Lee(Schauspieler/in)
Jasper Lampe(Schauspieler/in)
Kilian Wacker(Schauspieler/in)
Sophie Lauerer(Schauspieler/in)
Wiktor Grduszak(Schauspieler/in)
Tobias Engeli(Musikalische Leitung)
Eric Staiger(Musikalische Leitung)
Peter Lund(Regie)
Ulrike Reinhard(Bühnenbild)
Daria Kornysheva(Kostümbild)
Mathias Drechsler(Choreografie)
Friederike Meinke(Schauspieler/in)
Olena Tokar(Schauspieler/in)
Olivia Delauré(Schauspieler/in)
Mirjam Neururer(Schauspieler/in)
Jeffery Krueger(Schauspieler/in)
Franz Xaver Schlecht(Schauspieler/in)
Adam Sanchez(Schauspieler/in)
Sven Hjörleifsson(Schauspieler/in)
Nora Steuerwald(Schauspieler/in)
Michael Raschle(Schauspieler/in)
Ivo Kovrigar(Schauspieler/in)
Andreas Rainer(Schauspieler/in)
Thomas Pigor(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Samstag, 10. Februar 2024 (Premiere / Uraufführung)
Sonntag, 11. Februar 2024
Mittwoch, 14. Februar 2024
Samstag, 17. Februar 2024
Sonntag, 18. Februar 2024
Samstag, 02. März 2024
Sonntag, 03. März 2024
Samstag, 30. März 2024
Sonntag, 31. März 2024
Mittwoch, 17. April 2024
Donnerstag, 18. April 2024
Donnerstag, 09. Mai 2024
Freitag, 10. Mai 2024

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