Dass Georg Friedrich Händel für „Xerxes“ auf ein über 70 Jahre altes Libretto zurückgriff, ist mehr als ein historisches Detail, sondern bestimmend für die Einzigartigkeit dieser Oper: Der Text stammt aus einer Tradition, in der kommerzieller Druck für Kurzweiligkeit sorgte und Opern ein wilder Stilmix aus komischen und ernsten Szenen waren, während Händels Musik in einer Zeit zu Hause ist, in der sich die Gesangskunst ins Extreme verfeinert hatte. Und so kombiniert „Xerxes“ feinste musikalische Charakterzeichnung mit venezianischer Komik zu einer barocken Sitcom höchster Virtuosität, in der Verkleidungen, fehlgeleitete Briefe und Intrigen dafür sorgen, dass der erratisch handelnde König Xerxes wieder zur Vernunft kommt.
Text von einem unbekannten Bearbeiter nach Libretti von Silvio Stampiglia und Nicolò Minato. In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln.
Musikalische Leitung: Vladimir Yaskorski. Regie & Bühne: Philipp Grigorian. Kostüme: Moritz Haakh. Chorleitung: Moritz Laurer. Lichtdesign: Kevin Weidlich. Dramaturgie: Ilya Kukharenko, Ann-Christine Mecke.


