Eine junge Frau, die sich für ein althergebrachtes Ritual zu Tode tanzt: davon erzählt Le Sacre du printemps. Edward Clug, der international gefeierte Choreograf, entwickelte einen packenden, zeitgemäßen Umgang mit den Themen Natur, Neuanfang und Gewalt.
Der Thematik des Frauenopfers stellt Chefchoreografin Lillian Stillwell in Eroica eine Choreografie über weibliche Sexualität, Macht und Befreiung entgegen. Inspiration dafür ist ihr die Idee von weiblicher Sexualität als einer Quelle von Unabhängigkeit und Selbstbestimmung der Psychoanalytikerin Antoinette Fouque sowie Beethovens Widerruf der Widmung seiner Sinfonie für Napoleon als Ausdruck seiner Enttäuschung über dessen Machtbesessenheit.
Le Sacre du printemps erzählt von der Kraft der Natur und den damit verbundenen Herausforderungen. Edward Clugs Choreografie bringt diese Themen auf moderne Weise zur Geltung und schafft eine Verbindung zwischen der klassischen Musik von Igor Stravinsky und den aktuellen Fragen der Gesellschaft.