Sie sind darauf angewiesen, dass ihnen irgendjemand einladend die Hand reicht, doch stattdessen bleiben alle Türen verschlossen. Getrieben von der verzweifelten Sorge um seine kleine Familie versucht Asle, die Mauer aus Hass, Misstrauen und Gleichgültigkeit mit Gewalt zum Einsturz zu bringen und lädt dadurch eine tödliche Schuld auf sich.
Der Komponist Peter Eötvös ist in Chemnitz bestens bekannt. Die Deutsche Erstaufführung seiner Oper Love and Other Demons lockte scharenweise überregionales Publikum an. Grundlage für sein neuestes Musiktheaterwerk ist der Erzählband Trilogie, „ein zeitloses Märchen von großer Zartheit und Poesie“ (rowohlt), des norwegischen Autors Jon Fosse, der 2023 den Nobelpreis für Literatur erhielt. Die Uraufführung fand mit großem Erfolg im November 2021 an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin statt. Die Chemnitzer Neuproduktion dieses Stückes wird inszeniert von Dennis Krauß, der auch das Bühnenbild entwirft. 1991 in Berlin geboren, studierte er Musiktheaterregie an der dortigen Hochschule für Musik Hanns Eisler und konnte unter anderem bereits mit Inszenierungen am Theater Aachen und im Rahmen der Bayreuther Festspiele sowie am Berliner Ensemble überzeugen.
Die Theater Chemnitz widmen die Inszenierung der Opernballade Sleepless dem Andenken an Peter Eötvös.


