Eine exzentrische Infantin, ihren gockelnden Verlobten und einen schmachtenden Hotelerben, der undercover als Zimmerkellner durch das Geschehen stolpert. „Klappe – die Erste“ heißt es also für den erhofften Klassenschlager, getragen von Paul Abrahams lustvoller wie vielseitiger Musik – von Walzer bis Foxtrott und Schlagern bis Stepptanz. Happy end inklusive!
Den Komponisten Paul Abraham kannte zu Beginn der 1930er Jahre fast jeder: Er galt als König der Unterhaltung, dessen Jazz-Operetten sich in der Weimarer Republik zu Publikumsmagneten entwickelten. Unmittelbar nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde der jüdisch-ungarische Komponist aus Berlin vertrieben, seine Musik galt als „entartet“, seine Werke gerieten in Vergessenheit. Seit einigen Jahren werden sie wiederentdeckt: Mit „Märchen im Grand-Hotel“, das er 1934 noch in Wien zur Uraufführung bringen konnte, zeigt die Deutsche Oper am Rhein erstmals eines seiner erfolgreichen Stücke.
Lustspieloperette in zwei Akten mit einem Vor- und Nachspiel nach Alfred Savoir von Alfred Grünwald und Dr. Fritz Löhner-Beda. Bühnenpraktische Rekonstruktion der Musik von Henning Hagedorn und Matthias Grimminger. In deutscher Sprache mit Übertiteln. Ca. 3 Stunden, eine Pause. Empfohlen ab 12 Jahren.


