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Bau auf! Bau ab!

in Haus der Kulturen der Welt
Uraufführung/Premiere am 17. Mai 2024
Das Theaterspektakel Bau auf! Bau ab! thematisiert die Bedeutung des Palastes der Republik als kulturellen und identitätsstiftenden Ort. In einer vielschichtigen Zeitreise wird die Geschichte des „Palastes für das Volk“ lebendig.
© Stefanie Loos

„Warum zertrümmert Ihr das Fundament?“ (Zitat aus „Der Bau“ von Heiner Müller) 100 Berliner*innen begeben sich zusammen mit den Besucher*innen auf Spurensuche und erwecken den Palast der Republik am historischen Standort in Berlins Mitte spielerisch wieder zum Leben. Das Publikum trifft auf Zeitzeug*innen, Schauspieler*innen und Musiker*innen, Chöre und Tanzende: Sie interpretieren die Erinnerungen aus der Palast-Geschichte, Musikstücke und Lieder neu.

An verschiedenen Orten zwischen Keller und Dach im Humboldt Forum präsentiert das Bürger*innen-Ensemble Texte von bedeutenden DDR-Autor*innen wie Heiner Müller und Brigitte Reimann. Gemeinsam lassen sie das verschwundene Gebäude auferstehen. „Wir bringen unterschiedliche Menschen, Geschichten, Kunstformen und Genres in dieser gemeinsamen Theatererfahrung zusammen – diese außergewöhnliche Begegnung möchte ich inszenieren!“, so Ron Zimmering, Regisseur und Künstlerischer Leiter von Bau auf! Bau ab!.

Die kurze Geschichte des Palastes der Republik, Ort der Macht und Repräsentation, währte von der Grundsteinlegung im Jahre 1973 bis zum Abriss des Gebäudes 2008. Er war bis 1990 Sitz der Volkskammer und Ort der Repräsentation der DDR, aber auch eine Stätte der Alltagskultur mit modernem Design, Kunst, Theater und Diskothek, Restaurants und Cafés. Länger als in der DDR stand der Palast in der Bundesrepublik Deutschland: Viele Menschen erinnern sich bis heute begeistert an die kulturelle Zwischennutzung im entkernten Gebäude Anfang der 2000er Jahre. Ab 2006 erfolgte der durch den Bundestag 2003 beschlossene Abriss. Was für die einen die Befreiung von einem Repräsentationsbau des DDR-Unrechtsstaates war, empfanden andere als Auslöschung von Geschichte und Entwertung ostdeutscher Lebensleistung.

Eine Auftragsproduktion der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss in Kooperation mit der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin und der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Mit Hin und Weg. Der Palast der Republik ist Gegenwart setzt das Humboldt Forum 2024 einen Programmschwerpunkt – 50 Jahre nach dem Beginn des Baus des Palastes der Republik und 35 Jahre nach dem Fall der Mauer. Ausgangspunkt ist die Begegnung mit dem vieldeutigen Ort, der viele auch ein Symbol für das Ende der DDR ist. Er ist Erzähl- und Gesprächsanlass für eine kritische Auseinandersetzung mit der Bedeutung von identitätsstiftenden Orten und für eine Diskussion politischer und gesellschaftlicher Entwicklungen und Teilhabe – über Berlin und Deutschland hinaus.

Im Zentrum von Hin und Weg. Der Palast der Republik ist Gegenwart stehen eine große Sonderausstellung, das Theaterspektakel Bau auf! Bau ab! sowie vielfältige Veranstaltungs- und Vermittlungsangebote – u.a. Thementage, Workshops und Virtual Reality. Weitere Informationen unter:
humboldtforum.org/hin-und-weg-der-palast-der-republik-ist-gegenwart

Mitwirkende

Clemens Rynkowski(Musikalische Leitung)
Letycia Rossi(Bühnenbild)
Tanja Liebermann(Kostümbild)
Tim Schüler(Dramaturgie)
Montserrat Borreda(Choreografie)
Melina von Gagern(Dramaturgie)
Roman Schmitz(Sonstiges)
Carolin Kaever(Sonstiges)

Spielzeiten

Freitag, 17. Mai 2024 (Premiere / Uraufführung)
Samstag, 18. Mai 2024
Montag, 20. Mai 2024
Mittwoch, 22. Mai 2024
Donnerstag, 23. Mai 2024
Freitag, 24. Mai 2024
Freitag, 31. Mai 2024

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