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Die Csárdásfürstin

in Sommerarena
Uraufführung/Premiere am 21. Juni 2024
Fürst Edwin Ronald Lippert-Weylersheim gibt der von allen Seiten umworbenen jüdischen Varieté-Diva Sylva Varescu ein Eheversprechen, obwohl er die Wiener Komtesse Stasi heiraten soll. Als die Verlobungsanzeige versehentlich bekannt wird, kommt es zum Eklat.
© Lalo Jodlbauer

Als die Verlobungsanzeige mit dieser Komtesse versehentlich vorzeitig bekannt gegeben wird, kommt es zum Eklat: Sylva fühlt sich getäuscht und reist nach Amerika ab. Wochen später bei Edwins Verlobungsfeier erscheint Sylva am Arm des Grafen Boni, den sie als ihren Gatten ausgibt. Es kommt zum öffentlichen Skandal, doch letzten Endes finden die wahren Liebenden zusammen…

Die Csárdásfürstin ist Kálmáns populärstes Stück und wurde mehrfach verfilmt. Der erstaunliche Reichtum zündender Melodien, packende dramatische Akzente sowie mitreißender rhythmischer Elan gepaart mit Elementen ungarischer Volksmusik machen den großen Charme dieses Werkes aus. Zu den wichtigsten Musiknummern zählen der Walzer „Machen wir’s den Schwalben nach“, „Ganz ohne Weiber geht die Chose nicht“, „Tanzen möcht' ich“ u.v.m.

Musik, Kabarett, Zauberkunst: Es ist ein ganzes Konglomerat an jüdischen Künsten, das die Regisseurin als Rahmen für die Handlung von Emmerich Kálmáns berühmtester Operette auserkoren hat. Dreh- und Angelpunkt ist das Orpheum, ein jüdisches Kabarett in Budapest.

Mit ihrer Inszenierung will Brauer-Kvam den Machern dieser Operette – sowohl Kálmán selbst als auch die beiden Librettisten waren Juden – ein Denkmal setzen, zugleich aber auch dem jüdischen Spirit, der einige Jahre später aus Europa vertrieben wurde. Und so ist es kein Zufall, dass sie die Handlung nicht vor dem Ersten Weltkrieg, sondern im Jahr 1934 spielen lässt. „Eine Zeit, in der jüdische Kultur nicht verboten war, die Gefahr aber schon in der Luft lag“, so die Regisseurin. „Ein bisschen so wie heute also, wo sich auf allen Seiten Gewitter auftürmen, aber alle so weitertun wie bisher.“ Fatale Endzeitstimmung wird aber dennoch keine herrschen. „Mir ist es wichtig, den Slapstick- und Comedyaspekt aus dem Libretto herauszukitzeln. Und ich freue mich, dass wir mit Alma Sadé eine wunderbare israelische Opernsängerin als Sylva Varescu an unserer Seite haben – und mit Tania Golden eine großartige Conferencière, die dem Publikum deren Liebesgeschichte erzählt.“

Operette in drei Akten von Leo Stein und Bela Jenbach, Musik von Emmerich Kálmán.

Mitwirkende

Alma Sadé(Sänger/in)
Iurie Ciobanu(Schauspieler/in)
Ricardo Frenzel Baudisch(Schauspieler/in)
Tania Golden(Schauspieler/in)
Anna Overbeck(Schauspieler/in)
Verena Scheitz(Schauspieler/in)
Oliver Baier(Schauspieler/in)
Florian Stohr(Schauspieler/in)
Christoph Huber(Musikalische Leitung)
Monika Rovan(Bühnenbild)
Ursula Gaisböck(Kostümbild)
Anna Vita(Choreografie)

Spielzeiten

Freitag, 21. Juni 2024 (Premiere / Uraufführung)

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