Max Frischs berühmte Theater-Parabel spielt in der Mitte der Gesellschaft: Andri, unehelicher Sohn eines Bürgers im biederen Kleinstaat Andorra, wird von seinem Vater als jüdisches Pflegekind ausgegeben. Sein tragisches Ende beweist auf grausame Weise, wie sich die Macht der Vorurteile und die Mechanismen der Xenophobie auf eine Gesellschaft auswirken.
Das 1961 am Schauspielhaus Zürich uraufgeführte Drama wurde als einer der wichtigsten Theatertexte seiner Zeit gefeiert, entlarvt die soziale Dynamik verborgener Ressentiments und offenbart – mit trauriger Aktualität – die niederen Motive von Ausgrenzung, Hass und Gewalt.
Inszenierung Stephan Thiel Bühne und Kostüme Franziska Just Dramaturgie Henrik Kuhlmann Künstlerische Mitarbeit Franziska Berlitz
Koproduktion mit der Hochschule für Musik und Theater Rostock