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Die menschliche Stimme: Musikalische Tragödie von Francis Poulenc

Uraufführung/Premiere am 24. September 2020
„Gott, mach dass er zurückruft!“ Eine verlassene Frau ist die einzige Figur, ihre Stimme die einzige in dieser Oper, die damit ein intimes Portrait eines Menschen in auswegloser Situation zeichnet.
© Claudia Heysel, Probenfoto

Die junge Frau ist nur noch über ihr Telefon mit der Außenwelt verbunden. Sie leugnet die Trennung, um sie nicht fühlen zu müssen. Die Abwesenheit des geliebten Mannes, der bereits eine Neue hat, wird durch das Telefon noch fühlbarer als durch seine bloße Abwesenheit. So gibt die junge Frau dem Telefon die Schuld an der Endgültigkeit der Trennung. Schließlich entzieht sie sich der Wirklichkeit ganz, um dem Schmerz auszuweichen: „Die Dinge, die ich mir nicht vorstelle, existieren nicht.“ Eine ergreifende Oper über äußere und innere Distanz, deren Aktualität sich nicht an den technischen Mitteln festmacht, mit denen kommuniziert wird.

Francis Poulenc (1899–1963) schrieb „Die menschliche Stimme“, seine letzte Oper, 1958 zu den Worten des Theaterstücks von Jean Cocteau. Sehr nah an der Sprache, und doch immer wieder ins chansonhafte und in Operngesten ausbrechend, eröffnet das Werk ein ungeheuer weites Spektrum an Farben, Zuständen und Gefühlen, das der Sängerin der Mailänder Uraufführung, Denise Duval, einen Welterfolg bescherte. Die Klavierfassung erarbeitete der Komponist für seine Sängerin und sich selbst als Pianist. Auch sie fand weltweite Verbreitung.

Mitwirkende

Ania Vegry(Sänger/in)
Wolfgang Kluge(Musikalische Leitung)
Felix Losert(Dramaturgie)

Spielzeiten

Donnerstag, 24. September 2020 (Premiere / Uraufführung)
Sonntag, 27. September 2020
Donnerstag, 01. Oktober 2020
Sonntag, 04. Oktober 2020
Sonntag, 18. Oktober 2020

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