Heinrich Böll zählt zu den wichtigsten Intellektuellen der Nachkriegszeit. »Ansichten eines Clowns«, seine Abrechnung mit der konservativen, christlich geprägten BRD der 1950er Jahre, wurde zum internationalen Erfolg. Besondere Popularität genießt Böll bis heute in Russland, wo die orthodoxe Kirche noch immer eng mit dem Staat verknüpft ist. Für den russischen Regisseur Maxim Didenko ist es vor allem der Blick des Clowns auf die Wirklichkeit, die Bölls Betrachtung der Welt so einzigartig macht. Aus der Kunstform der Clownerie, die anarchisch und wahrhaftig zugleich ist, entwickelt er eine neue performative Sprache zwischen Tragik und Komik. »Ansichten eines Clowns« ist seine erste Regiearbeit in Deutschland.
Ansichten eines Clowns
Uraufführung/Premiere am 30. März 2019
Hans Schnier ist ein gescheiterter Rebell, der sich als tourender Clown selbst ins Abseits verfrachtet. Sein Nomadendasein in Hotelzimmern ist ihm lieber, als das Leben als Industriellensohn und die Erziehung seiner Kinder nach den Wünschen seiner großen Liebe Marie.
Mitwirkende
Maxim Didenko(Regie)
Maria Tregubova(Kostümbild)
Dina Khuseyn(Choreografie)
Vladimir Rannev(Komponist/in)
Oleg Mykhaylov(Videodesign)
Damian Chmielarz(Lichtdesign)
Valery Pecheykin(Dramaturgie)
Ouldooz Pirniya(Dramaturgie)
Sophie Arbeiter(Schauspieler/in)
Christoph Bornmüller(Schauspieler/in)
Rocco Brück(Schauspieler/in)
Johanna Eiworth(Schauspieler/in)
Lorena Handschn(Schauspieler/in)
Boris Koneczny(Schauspieler/in)
Robin Krakowski(Schauspieler/in)
Viktoria Miknevich(Schauspieler/in)
Patrick Schnicke(Schauspieler/in)
Spielzeiten
Samstag, 30. März 2019
(Premiere / Uraufführung)
Freitag, 05. April 2019
Samstag, 06. April 2019
Mittwoch, 24. April 2019
Sonntag, 28. April 2019

