Die Lebensthemen Utopie, Demokratie, Liebe und Altern sind jeweils einem Ort zugewiesen: Wir bewegen uns von der ETH zum Kasernenareal, zum Alten Botanischen Garten und dann hinab in einen Tunnel im Innern von Zürich und schließlich zum Ort der theatralischen Sendung Frischs: dem Pfauen. Auf den Fahrten zu den einzelnen Orten und an diesen Stationen treten Schauspieler und Experten auf. Das Motto der Expertisen und Kommentare heißt: Mit Frisch über Frisch hinaus.
„Der Aufruf zur Hoffnung ist heute ein Aufruf zum Widerstand.“ Max Frisch
Im Werk von Max Frisch wird alles zur Frage: Politik, Liebe, eine Stadt wie Zürich, Heimat, Armee, Eigentum, Identität und der Tod. Die Analysen und Provokationen von Max Frisch, seine Erkundungen und Hinterfragungen haben bis heute Relevanz und finden Resonanz. In „Ärger im Paradies“ lesen und erfahren wir die Welt durch Frischs Brille. Ist die „negative Utopie“, wie sie Frisch über die Schweiz formuliert hatte, nunmehr eingetroffen, ausgeblieben oder übertroffen worden? Wird das Land noch immer von der Angst regiert? Diese Fragen treten hier erneut auf – zum Vergleich, zur Auseinandersetzung und zur Provokation.
Stephan Müller ist Regisseur und Dramaturg. Seine Theaterlaufbahn begann er 1972 am Theater Basel in der Intendanz von Werner Düggelin als Statist und Regieassistent. Ab 1975 studierte er in New York und arbeitete unter anderem mit Robert Wilson und Richard Foreman. Seit 1978 ist er freischaffender Regisseur unter anderem in Zürich, Basel, Köln, Frankfurt und New York. 1993 bis 1999 leitete er gemeinsam mit Volker Hesse das Theater Neumarkt in Zürich und war anschließend bis 2005 Regisseur und Dramaturg am Wiener Burgtheater. Seitdem arbeitet er als freier Regisseur an verschiedenen Theater- und Opernhäusern.

