Der jüdisch-deutsche Philosoph trägt nichts weiter bei sich als eine Aktentasche mit seinen Manuskripten. Begegnungen mit Freunden und Weggefährten wie Hannah Arendt oder Bertolt Brecht, Gedankenwelten und historische Ereignisse kreisen auf dem Weg durch das Gebirge in seinem Kopf wie im Fiebertraum. Eine gedankliche Apokalypse, die mit dem Freitod Benjamins in der spanischen Grenzstadt Port-Bou endet.
Peter Ruzickas Oper beabsichtigt nicht, sich dem Leben des Philosophen und Revolutionärs biografisch zu nähern, sondern »ist vielmehr der Versuch eines Musiktheaters, das in seiner Dramaturgie die magische Gangart seines radikal grenzgängerischen Denkens aufnehmen will«, so Librettistin Yona Kim.
Ruzickas Werke wurden von führenden Orchestern und Ensembles aufgeführt. Das Theater Heidelberg wird als erste Bühne nach der Uraufführung im Juni 2018 in Hamburg eine eigene szenische Interpretation präsentieren.


