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L’incoronazione di Poppea

in Staatsoper Unter den Linden
Uraufführung/Premiere am 09. Dezember 2017
Für seine letzte Oper griff Claudio Monteverdi 1642 erstmals auf einen Stoff mit historisch belegten Figuren zurück und schuf damit die erste »Sex-and-Crime-Story« der Operngeschichte. Wie ein Politthriller erzählt das frühbarocke Meisterwerk von Macht und Liebesleidenschaft sowie von ihren Missbrauchsmöglichkeiten.

Macht, Leidenschaft, Rache und Eifersucht sind die vorherrschenden Themen der 1642 uraufgeführten Oper »L’incoronazione di Poppea« von Claudio Monteverdi, die zu den ältesten Opernwerken überhaupt zählt.

Poppea Sabina, die schönste Frau Roms, will nichts Geringeres als die Kaiserin an der Seite von Kaiser Nerone werden. So wendet sie all ihre Verführungskraft dazu auf, Nerone zur Verstoßung seiner Ehefrau Ottavia zu überreden. Als der kaiserliche Philosoph Seneca sich dem entgegenstellt, muss er dafür mit dem Tod bezahlen. Ottavia stiftet derweil den von Poppea verschmähten und betrogenen Ottone dazu an, die machthungrige Nebenbuhlerin zu ermorden. Der Anschlag kann jedoch vereitelt werden: Ottavia wird verstoßen und Poppea ist am Ziel ihrer Pläne, Wünsche und Träume.

Monteverdi und sein Librettist Busenello demonstrieren am Ende ihrer Oper ihre durchaus bittere Weltsicht: Keiner ihrer Akteure ist frei von Makel. Letztlich lassen die Autoren diejenigen triumphieren, die am skrupellosesten handeln.

Monteverdi gelingt dabei das Kunststück, seine teils karikaturhaft gezeichneten, klanglich sehr differenziert charakterisierten Figuren zwar gelegentlich humorvoll bloßzustellen, andererseits aber auch immer wieder Empathie für sie zu erzeugen. Äußerst expressiv, mit sinnlichen Melodien und kühnen Harmonien verführt seine verblüffend avantgardistische Musik dazu, mit den Ehebrechern mitzufiebern – trotz ihres skandalösen Verhaltens.

Nach »Wahnsinn, das ist die Seele der Handlung« 2012 in der Werkstatt der Staatsoper im Schiller Theater und Telemanns »Emma und Eginhard« 2015 ist »L’incoronazione di Poppea« die dritte Regiearbeit von Eva-Maria Höckmayr an der Staatsoper Berlin.

Der Schweizer Dirigent Diego Fasolis gilt als Spezialist für Barockmusik. Seit 1998 leitet er das Schweizer Kammerensemble »I Barocchisti«, das seinen Schwerpunkt auf Werke des Barock in historisierender Aufführungspraxis legt. Für sein Engagement bei der Wiederentdeckung von vergessenem Opernrepertoire wurde Diego Fasolis mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter mit dem Disco d’Oro, dem Grand Prix du Disque und dem Echo Klassik. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn u. a. mit Max Emanuel Cenčić, Philippe Jaroussky und Cecilia Bartoli.

L’incoronazione di Poppea
Opera musicale von Claudio Monteverdi
Text von Giovanni Francesco Busenello

Mitwirkende

Diego Fasolis(Musikalische Leitung)
Jens Kilian(Bühnenbild)
Julia Rösler(Kostümbild)
Olaf Freese(Lichtdesign)
Irene Selka(Lichtdesign)
Mark Schachtsiek(Dramaturgie)
Roman Reeger(Dramaturgie)
Narine Yeghiyan(Schauspieler/in)
Niels Domdey(Schauspieler/in)
Evelin Novak(Schauspieler/in)
Artina Kapreljan(Schauspieler/in)
Lucia Cirillo(Schauspieler/in)
Noah Schurz(Schauspieler/in)
Max Emanuel Cenčić(Schauspieler/in)
Katharina Kammerloher(Schauspieler/in)
Anna Prohaska(Schauspieler/in)
Xavier Sabata(Schauspieler/in)
Franz-Josef Selig(Schauspieler/in)
Gyula Orendt(Schauspieler/in)
Linard Vrielink(Schauspieler/in)
Florian Hoffmann(Schauspieler/in)
David Oštrek(Schauspieler/in)
Mark Milhofer(Schauspieler/in)
Jochen Kowalski(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Samstag, 09. Dezember 2017 (Premiere / Uraufführung)
Sonntag, 10. Dezember 2017
Mittwoch, 13. Dezember 2017
Sonntag, 08. Juli 2018
Donnerstag, 12. Juli 2018
Samstag, 14. Juli 2018 (Derniere / Letzte Vorstellung)

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