»Der Kaiser von Atlantis«, entstanden in den Jahren 1942/43 im Konzentrationslager Theresienstadt, beschreibt die Überwindung der Todesangst und den daraus entstehenden Mut, sich der Unterdrückung und dem Machtanspruch eines Tyrannen zu widersetzen. Die Liebe als wichtigster Wert verlangt selbstbestimmtes und verantwortungsvolles Handeln.
Sowohl der Komponist Viktor Ullmann als auch der Librettist Peter Kien haben die Uraufführung ihres Werkes nicht erlebt, sie wurden 1944 in Auschwitz ermordet. »Der Kaiser von Atlantis« wurde erstmal 1975 in Amsterdam aufgeführt.
Nach den großen Erfolgen von Georg Kreislers »Heute Abend: Lola Blau« und »Adam Schaf hat Angst« setzt Regisseurin Eike Ecker dieses bedeutende Zeitdokument in der Außenspielstätte am Offenbachplatz in Szene. Die musikalische Leitung hat Rainer Mühlbach. Die Gestaltung der Bühne und der Kostüme übernimmt Darko Petrovic, an der Oper Köln zuletzt für das Bühnenbild von Richard Wagners »Tannhäuser« verantwortlich.