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Der Kaiser von Atlantis oder die Tod-Verweigerung

in Kammerspiele
Uraufführung/Premiere am 07. September 2018
Im September 1942 wurde der Komponist Viktor Ullmann ins Konzentrationslager Theresienstadt gebracht, wo er die Oper "Der Kaiser von Atlantis" schuf. Diese Arbeit thematisiert die Absurdität des Krieges und die Ohnmacht des Lebens ohne den Tod.

Das Thema war bildhaft und aussagekräftig; keiner, der nicht verstanden hätte, dass es um Hitler und um den Weltkrieg ging.

Der Kaiser von Atlantis herrscht als Tyrann über sein Land und führt Krieg, weil er sich bereichern und größere Macht gewinnen will. Durch den Trommler lässt er den Krieg aller gegen alle verkünden. Daraufhin verweigert der Tod seinen Dienst, um „die Zukunft der Menschen groß und lang“ zu machen, er verweigert sich ganz und streikt. Nun stirbt überhaupt niemand mehr. Das Leben verfällt in Lähmung ohne den Tod, der Kaiser kann nichts mehr ausrichten, sein Land versinkt im Chaos. Verzweifelt fleht der Herrscher in seiner Ohnmacht den Tod an, mit seinem Werk doch wieder fortzufahren. Aber vergeblich. Am Ende willigt der Tod schließlich ein, seine Rolle wieder zu spielen, stellt aber zur Bedingung, dass der Kaiser sein erstes Opfer werden solle.

Der Aufführung des Kaiser von Atlantis ist Karl Amadeus Hartmanns Sonate 27. April 1945 für Klavier nachgestellt, in der der Komponist den Todesmarsch von Häftlingen des Konzentrationslagers Dachau, dessen Augenzeuge er hatte werden müssen, musikalisch verarbeitet.

Spiel in einem Akt
Dichtung von Peter Kien
Koproduktion mit dem Beethovenfest Bonn

Musikalische Leitung
Hermes Helfricht
Stephan Zilias

Regie
Seollyeon Konwitschny
Ausstattung
Helmut Brade
Licht
Thomas Roscher
Regieassistenz und Abendspielleitung
Lea Pfeffekoven
Dramaturgische Mitarbeit
Constanze von Kotzebue

Besetzung
Kaiser Overall
Giorgos Kanaris
Der Lautsprecher / Tod
Leonard Bernad
Harlekin / Pierrot / Soldat
Christian Georg
Bubikopf / Mädchen / weibl. Soldat
Rose Weissgerber
Der Trommler
Charlotte Quadt

Beethoven Orchester Bonn

Eine Stunde vor Aufführungsbeginn stehen im Foyer ehrenamtliche OPERNFÜHRER für Sie bereit und freuen sich auf Ihre Fragen zu Werk und Inszenierung.

Mitwirkende

Hermes Helfricht(Musikalische Leitung)
Stephan Zilias(Musikalische Leitung)
Helmut Brade(Bühnenbild)
Thomas Roscher(Lichtdesign)
Lea Pfeffekoven(Bühnentechnik)
Giorgos Kanaris(Schauspieler/in)
Leonard Bernad(Schauspieler/in)
Christian Georg(Schauspieler/in)
Rose Weissgerber(Schauspieler/in)
Charlotte Quadt(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Freitag, 07. September 2018 (Premiere / Uraufführung)
Sonntag, 16. September 2018
Samstag, 22. September 2018
Freitag, 12. Oktober 2018
Freitag, 26. Oktober 2018

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