In Max Frischs Erzählung verliert der Protagonist Herr Geiser sein Gedächtnis, während ein Berg abbricht. Die Geschichte thematisiert das Vergessen und die Schönheit in der Katastrophe, im Kontext des Übergangs vom Holozän zum Anthropozän.
Es wird eine Zeit nach der menschlichen geben, so wie es eine Zeit vor ihr gab: „Katastrophen kennt allein der Mensch, die Natur kennt keine Katastrophen“, – schreibt jedenfalls Max Frisch. Wird aber womöglich der Mensch, so mag man fragen, in letzter Minute nicht doch von seiner Erfindungsgabe gerettet, von seiner innigen Beziehung zur Technologie?
Unter einem fast zärtlichen Blick verschwindet der Mensch und Demenzkranke Herr Geiser in der Erzählung – statt der Erdmassen erodiert hier langsam ein Selbst. Aber: Liegt im Vergessen nicht auch eine Erleichterung? Die Ästhetik Alexander Giesches, die sich immer zwischen Virtuellem und Analogem, zwischen Simulation und allzu Realem bewegt, macht die Schönheit in der Katastrophe und ihre Potenziale zur Heilung spürbar.