Und bis heute wirft es Fragen auf: Warum kommt Jesus selbst nicht zu Wort? Warum wird hauptsächlich das Alte Testament zitiert und damit Jesu Wirken fast ausschließlich aus Prophezeiungen vor seiner Zeit erzählt? Und wer endlich ist dieser Messias, dieser Gesalbte, der lange vorhergesagt und so nachhaltig unsere Welt und unsere Kultur beeinflusst hat?
Regisseur Torsten Fischer und Choreograf Karl Alfred Schreiner stellen sich der Herausforderung, dieses unergründliche, reflexive Werk in Szene zu setzen und den großen Fragen des Glaubens nachzugehen: Warum brauchen wir einen Gott, einen Heiland, dem wir nachfolgen? Was ist Religion und wie wirkt sie auf uns? – Ein sinnlicher und gleichsam nachdenklicher Abend in Musik und Tanz, der in den Tiefen des Menschseins forscht.
Libretto von Charles Jennens nach der Bibel. Szenische Fassung von Torsten Fischer mit Texten aus Colm Tóibíns Marias Testament. In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln.
Musikalische Leitung: Anthony Bramall. Regie: Torsten Fischer. Choreografie: Karl Alfred Schreiner. Bühne: Herbert Schäfer. Kostüme: Vasilis Triantafillopoulos. Licht: Michael Heidinger. Video: Raphael Kurig, Thomas Mahnecke. Dramaturgie: Fedora Wesseler / David Treffinger. Choreinstudierung: Felix Meybier.
Das Bild zeigt Georg Friedrich Händel.

